Unbestimmte Räume in Städten: Der Wert des Restraums.
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DE
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Karlsruhe
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DI
EDOC
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Abstract
Alle Städte haben Restraum. Brauchen sie ihn? Er ist nicht im Fokus der Stadtpolitik, die Planer sehen ihn als Verschnitt, viele Bewohner meiden ihn. Andere hingegen mögen und nutzen ihn, betrachten ihn als ihr Stück Stadt, sehen sich einig mit Stadtexperten, dass Restraum wertvoll ist, unverzichtbar, nicht so sehr als Baureserve, mehr für das Seelenleben in der Stadt. Restraum wird hier als unbestimmter Stadtraum verstanden, als Ansammlung in der Stadt verstreuter, weder genau definierter noch registrierter Orte: Zonen unter Brücken, Flächen entlang von Bahngleisen, durch Regularien entstandene Nischen zwischen neben Großstrukturen. Durchwegs geometrisch sonderbare Gebilde, von den städtischen Diensten links liegen gelassen, von der Geschäftswelt ignoriert, aber zuweilen mit attraktivem Ambiente, ungewöhnlichen ästhetischen Qualitäten und jedenfalls mit praktischen Eigenschaften ausgestattet. Es sind diese Eigenheiten von Restraum, die trotz verbreiteter Geringschätzung seinen Wert begründen. Dieser liegt weniger in seinem städtebaulichen Potenzial als in seinem Vermögen, über die Befindlichkeit einer Stadt Auskunft zu geben. Diesen eher immateriellen Wert erkennt, wer den Mut hat, seine nutzraumbezogene Sichtweise von Restraum zu erweitern und ihn als Indiz und Indikator für die Stadt als Ganzes zu würdigen. Ein solcher Perspektivwechsel ist allen in der Stadt zu gönnen, ob es sich um die Nutzer von Restraum, deren Mitbewohner in der Stadt, die Stadtplanungsabteilung oder die politische Führung der Stadt handelt. An der Befindlichkeit der Stadt wird zu erkennen sein, ob und wieviel Restraum die Stadt braucht.
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VII, 318 S.