Bahnstrecken und Haltepunkte reaktivieren. Licht am Ende des stillgelegten Tunnels.
Alternative Kommunalpolitik
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Alternative Kommunalpolitik
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DE
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Bielefeld
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0941-9225
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ZLB: 4-Zs 3327
IRB: Z 1674
BBR: Z 555
IRB: Z 1674
BBR: Z 555
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Abstract
Während die Deutsche Bahn AG (DB) immer noch Strecken des einstmals dicht verknüpften Schienennetzes stilllegt und Kommunen über die Bahnbrachen verfügen, erstarkt in Norddeutschland eine Gegenbewegung, über die in dem Beitrag berichtet wird. Bereits vor einigen Jahren wurde die Strecke von Osnabrück nach Bielefeld für den Personenverkehr erfolgreich reaktiviert und eine Güterbahn auf der Strecke von Aurich nach Abelitz wurde wieder in Betrieb genommen. Doch seitdem blockierte die niedersächsische Landespolitik solche Initiativen. Inzwischen gibt es aber fast zwei Dutzend Initiativen, die ihre Bahnstrecken und Haltepunkte reaktivieren wollen. Einige Konzepte, wie der Moorexpress von Osterholz-Scharmbeck nach Stade oder die Küstenbahn Norden-Dornum-Esens, wollen einen starken touristischen Verkehrsanteil mit Alltagsverkehr mischen. Andere Initiativen setzen auf die Unterstützung von Privatbahnen, indem reaktivierte Strecken zunächst dem Güterverkehr dienen, um auf dieser wirtschaftlichen Grundlage auch Personenverkehr auf den Strecken zu ermöglichen. Gemeinsam ist allen Konzepten, dass dem regelmäßigen, vertakteten Bahnanschluss ein erheblich höheres Kundenbindungspotenzial zugetraut wird als den bestehenden straßengebundenen Verkehrsangeboten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Ein erstes positives Zeichen der neuen Aufmerksamkeit für das Thema kam von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen. Anlässlich eines Hearings hatte sie Machbarkeitsstudien für Reaktivierungen angekündigt, die allerdings erst 2014 oder später umgesetzt werden sollen. Die Entwidmung und der schleichende Abbau von Bahninfrastruktur sollte aber zeitnah gestoppt werden, denn einmal entfernte Schienen müssen später bei neu erkanntem Bedarf aufwändig ersetzt werden oder ihre Trassen sind wegen Überbauung sogar unwiederbringlich verloren. Kommunen sollten offensiv beim Eisenbahnbundesamt (EBA) dafür votieren, dass die Trassen und deren Widmung erhalten bleiben.
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AKP. Fachzeitschrift für Alternative Kommunalpolitik
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Nr. 5
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S. 26-27