Die Versöhnng von Natur und Wirtschaft ist möglich. Die Herstellung der Natur bringt in Zukunft mehr Gewinn und Einkommen als ihre Zerstörung.

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Marburg

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ZLB: Kws 283/130

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Abstract

Wir sind in das Zeitalter des Anthropozäns eingetreten, in dem wir Menschen die ganze Natur formen und gestalten. Natur ist nicht mehr draußen, sondern dort, wo wir leben und arbeiten. Das ändert alles im Verhältnis von Natur und Wirtschaft. Bisher hat die Wirtschaft die Natur ausgebeutet, jetzt gilt es, sie human und ökologisch herzustellen. Das ist ein großes und schwieriges Jahrhundertprojekt. Die gesamte industrielle Produktion muss umgestellt werden und unsere Konsumtion muss im Einklang mit der Natur erfolgen. Das eröffnet aber auch große Chancen für die Wirtschaft und ihre Reform. Nicht mehr die Ausbeutung, sondern die Herstellung der Natur wird zur wesentlichen Quelle der Wertschöpfung, also zur Grundlage für Einkommen, Gewinnen, Arbeitsplätzen und Wohlstand. Die Wirtschaft bekommt ein zukunftsfähiges Leitbild. Es wird die Konzeption einer naturverträglichen und praxisfähigen Wirtschaftsweise entwickelt. Auch die kapitalistische Wirtschaft ist zu dieser Reform fähig, weil ihre Gewinne hier nicht mehr aus der Gefährdung der Natur, sondern aus deren bewusster Gestaltung resultieren. Natur und Wirtschaft können versöhnt werden.

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178 S.

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Ökologie und Wirtschaftsforschung; 104