Wer plant die Planung? - Widersprüche in Theorie und Praxis.
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Schwechat
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ZLB: Kws 100/186
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EDOC
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Abstract
Die Frage "Wer plant die Planung?" zu stellen, bleibt nicht nur gerechtfertigt, sondern zwangsweise notwendig. Beschleunigungsprozesse und Ökonomisierungszwang beeinflussen möglicherweise Planungsprozesse in einem Ausmaß, die die Kluft zwischen Verantwortung, Verantwortlichkeiten, Bedürfnissen und Notwendigkeiten nicht langsam schließen, sondern diese vergrößern. Maßgeblich für eine (öffentliche) Diskussion ist, dass diese Kluft überhaupt wahrgenommen wird. Eine breite Diskussion der Öffentlichkeit in ihrem Bewusstsein als Öffentlichkeit mit dem Stadtbild findet nach wie vor nicht statt. Die Rollen der Politikerinnen und Politiker und Planerinnen und Planer scheinen klar vorgegeben und stehen oftmals in einem Abhängigkeitsverhältnis (Unabhängigkeit vs. Aufträge). Der Planende muss den Grad der Komplexität zwangsläufig vereinfachen. Dabei reduziert er die Realität auf das (für ihn) "Wesentliche"- er sieht das, was er gelernt hat zu sehen. Aus der Summe des ausgeschlossenen, vermeintlich Unwesentlichen, entstehen jedoch neue Probleme, die oftmals auch außerhalb der subjektiven (und intersubjektiven) Wirklichkeit liegen. Die Relevanz übergeordneter (politischer) Zielsetzungen auf den Planungsprozess und die Notwendigkeit einer Zielhierarchie werden diskutiert. Eine Rangordnung der Werte wird höchstens implizit auf pragmatischer und projektbezogener Ebene ersichtlich und die Diskussion über eine Veränderung der Wertehierarchie findet - meist konsensorientiert - zwischen Politik-, Verwaltungs- und Planer-Ebene statt. Das Resultat finden wir zum Teil in Form eines technokratischen Pragmatismus im öffentlichen Raum wieder, der Formen menschlicher Qualitäten und Ansprüche pervertiert.
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S. 783-791