Wenn nicht hier, wo dann? Autoreduziertes Bauen in der Stadt.
Hammonia
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Bandtitel
Herausgeber
Hammonia
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Hamburg
Sprache
ISSN
0939-625X
ZDB-ID
Standort
ZLB: Kws 510 ZB 6884
BBR: Z 143
BBR: Z 143
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Autor:innen
Zusammenfassung
Das Bauen von Wohnungen auf Baulücken und Brachflächen in der Innenstadt erfordert oft neue Ansätze, mit Bauvorgaben umzugehen - wie das autoreduzierte oder autofreie Wohnen. In der österreichischen Stadt Salzburg müssen normalerweise pro Wohnung 1,2 PKW-Stellplätze nachgewiesen werden. Für Wohnungsunternehmen ist es oft schwer, einen niedrigeren Stellplatzbedarf zu begründen. Doch angesichts des veränderten Mobilitätsverhaltens großer Teile der Bevölkerung sind nach Ansicht der Gemeinnützigen Salzburger Wohnbaugesellschaft (GSWB) Stellplatzschlüssel von 1,0 oder höher nicht mehr zeitgemäß. Wer in der Stadt die geforderten Stellplätze nachweisen will, ist praktisch zum teuren Tiefgaragenbau gezwungen. Außerdem ist die GSWB fest davon überzeugt, dass die Architektur und die Verfügbarkeit von Stellplätzen eines Wohngebäudes das Verkehrsverhalten seiner Mieter beeinflusst. In diesem Zusammenhang wird in dem Beitrag ein Wohngebäude vorgestellt, das die GSWB in der Salzburger Innenstadt errichtet hat. Die ersten Planungen für das Grundstück sahen allerdings noch anders aus. Ursprünglich war ein konventionelles Wohnhaus mit öffentlich geförderten Wohnungen vorgesehen, dazu eine Tiefgarage mit elf Stellplätzen sowie weitere Stellplätze an der Oberfläche. Aufgrund beengter Platzverhältnisse, gründungstechnischer Schwierigkeiten und Wirtschaftlichkeitserwägungen musste davon abgesehen werden. Ein schlüssiges Mobilitätskonzept und der Beitrag der GSWB zur Entlastung der Salzburger Innenstadt vom Autoverkehr konnte das städtische Planungsamt überzeugen. Der Stellplatzschlüssel wurde von 1,2 auf 0,5 gesenkt. Anstelle der Tiefgarage entstand ein ebenerdiger Fahrradraum mit verschließbaren Boxen. Vier oberirdische Autostellplätze sind für Bewohner und einer für Besucher vorgesehen. Darüber hinaus wurden Vergünstigungen für drei Jahre nach Einzug zur Verfügung gestellt: eine Jahreskarte für die Kernzone des Salzburger Verkehrsverbundes sowie die Mitgliedschaft bei einem lokalen Car-Sharing-Anbieter. Das Mobilitätskonzept des Gebäudes wurde 2015 mit dem Mobilitätspreis des Österreichischen Verkehrsclubs (VCÖ) in der Kategorie "Wohnumfeld, Siedlungsentwicklung und Mobilität" ausgezeichnet.
Beschreibung
Schlagwörter
Zeitschrift
Die Wohnungswirtschaft
Ausgabe
Nr. 2
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Seiten
S. 10-12