Binnenwanderungen älterer Menschen - Chancen für Regionen im demographischen Wandel?

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

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DE

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Bonn

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0303-2493

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ZLB: 4-Zs 2548
BBR: Z 703
IFL: Z 0073

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Abstract

Der Beitrag befasst sich mit den Mustern und Prinzipien der Binnenwanderungen im höheren Erwachsenenalter. Auf der Basis von Zeitreihen der Wanderungsstatistik erfolgt eine Analyse der Wanderungsbeteiligung, der Reichweite der Migrationen sowie ihrer Herkunfts- und Zielgebiete. Dabei stehen die Veränderungen seit der Wiedervereinigung ebenso im Vordergrund wie die in der Öffentlichkeit diskutierte Frage, inwieweit die Zuwanderung von Senioren Chancen für strukturschwache Regionen eröffnet. Als Ergebnis lässt sich eine weitgehende Persistenz im Wanderungsverhalten der Senioren festhalten. Es existieren nach wie vor stabile Muster der Standortverbundenheit, eine ausgeprägte regionale Identität, die Distanzempfindlichkeit der Migrationen sowie eine graduell erkennbare räumliche Neuausrichtung der Zielgebiete. Falls Umzüge im höheren Alter durchgeführt werden, überwiegen bei weitem Motive, die auf die räumliche Nähe von Angehörigen zielen. Diese Ausrichtung auf familiäre Netzwerke lässt sich vor dem Hintergrundtheoretischer Konzepte aus der geographischen Altersforschung mit dem Paradigma der Sicherung einer selbständigen Lebensführung erklären. Es spricht wenig dafür, dass sich die erkennbaren Präferenzen der Migranten für ländliche Zielregionen dort großräumig in demographischen und regionalpolitischen Effekten niederschlagen werden: Von den Zuzügen profitieren eher die agglomerationsnahen als die periurbanen ländlichen Regionen. Dies schließt jedoch nicht aus, dass regionale und lokale Konzepte zur Stimulierung des Zuzugs älterer Menschen punktuell erfolgreich sein können, wenn sie sich an eine besonders mobile Seniorengruppe wenden und die infrastrukturellen Gegebenheiten vor Ort mit deren Bedürfnissen übereinstimmen.

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Nr. 3/4

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S. 185-192

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