Neue Lebensstile in der Arbeiterschaft? Eine empirische Untersuchung in zwei Industriestädten.

Leske + Budrich
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Leske + Budrich

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Opladen

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ZLB: 95/2872
BBR: A 12 398

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Abstract

In der Untersuchung wird die sozialwissenschaftliche Debatte um die zunehmende Individualisierung und Pluralisierung der Lebensstile aufgegriffen und der Frage nachgegangen, inwieweit ArbeiterInnen an diesem gesellschaftlichen Transformationsprozeß teilhaben. Unterstellt wird, daß bei Arbeitern in vielen Lebensbereichen eher noch traditionelle Werthaltungen und Verhaltensweisen vorherrschen. Die Studie wurde in zwei Städten durchgeführt. Wolfsburg wurde als Repräsentant für eine moderne Industriestadt gewählt. Hamm steht für eine altindustrialisierte Stadt. Insgesamt wurden 370 mündliche Interviews durchgeführt (210 Wolfsburg, 160 Hamm), bei denen teilstandardisierte und qualitative Elemente miteinander kombiniert wurden. Aus finanziellen Gründen konnte eine Vergleichsgruppe nicht in die Untersuchung einbezogen werden, was die Einordnung der Befunde sehr erschwert. Untersucht wurden die Lebensbereiche Familie, Wohnen, Arbeit, Freizeit und Konsum. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, daß sich in einzelnen Lebensbereichen "erstaunlich viele moderne Lebenstilausprägungen bei den ArbeiterInnen" herausgebildet haben, auch wenn der Individualisierungsprozeß auf der Einstellungsebene weiter fortgeschritten ist als auf der Verhaltensebene. - Göd.

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253 S.

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