Gestört, aber grün: 30 Jahre Forschung zu Landschaftskonflikten im Nationalpark Bayerischer Wald.

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Wiesbaden

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ZLB: Kws 215/139

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Abstract

Großschutzgebiete wie Nationalparks bergen landschaftsbezogene Konfliktpotenziale. Im Nationalpark Bayerischer Wald wird seit 30 Jahren Konfliktforschung betrieben. Im Zentrum stehen dabei Landschaftsveränderungen durch natürliche Störungsereignisse, insbesondere das großflächige Absterben von Bäumen nach Windwurf und Borkenkäferbefall. Unterschiedliche Deutungen landschaftlicher Veränderungen infolge dieser Ereignisse führten zu langanhaltenden Konflikten. Aus naturschutzfachlicher Perspektive erscheinen die Störungsereignisse positiv, da sie die Struktur- und Artendiversität der Waldlandschaft erhöht haben. Vielfach befürchtete negative Auswirkungen auf den Tourismus haben sich zudem nicht bestätigt: Weder das Urlaubserlebnis noch die Gästeankünfte wurden durch die entstandenen Totholzflächen beeinträchtigt, zu diesem Ergebnis kommen alle betrachteten Studien. Dieser Aspekt ist von besonderer Relevanz, da die Tourismusförderung als wichtigster Faktor für die lokale Akzeptanz des Nationalparks identifiziert wurde. Untersuchungen zu Landschaftspräferenzen im Nationalpark zeigen zwar eine mehrheitliche Ablehnung von Totholz. Beiträge in den sozialen Medien offenbaren jedoch eine starke Wertschätzung und Idealisierung der natürlichen Störungsflächen im Nationalpark. Dabei spielt besonders die Deutung nachwachsender Bäume eine zentrale Rolle.

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S. 291-311

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