Tote Theorie? Hilft uns die Gestaltpsychologie bei der Umweltgestaltung?

Selbstverl.
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Wien

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ZLB: 4-2009/1627

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Abstract

Die Erkenntnisse der Gestaltpsychologie sind aus guten Gründen niemals in fundierter Weise in die Architektur- und Umweltgestaltung eingegangen. Ihre Berücksichtigung hätte nämlich bedeutet, die räumliche Produktion nicht vorrangig an individuellen Interessen auszurichten, sondern kollektiv wirksame Sehgesetze beachten zu müssen. Dass dies nicht geschah, ist aus (gestalt-)psychologischer Perspektive bedauerlich: Wenn die spezifischen Ausformungen unserer Umwelt die Mechanismen unserer visuellen Verarbeitung nicht unterstützen und fördern, dann vermindern sich positive Empfindungen beim Wahrnehmen. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die psychische Befindlichkeit in unserer Gesellschaft.

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S. 211-218

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Wissenschaft & Umwelt. Interdisziplinär; 12