Modernisierung Sozialer Arbeit durch Methodenentwicklung und -reflexion.
Lambertus
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Lambertus
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Freiburg/Breisgau
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ZLB: 95/1735
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SW
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Zusammenfassung
Die berufliche Identität von Sozialarbeiterlnnen sowie die fachliche Fundierung der Sozialarbeitspraxis gründeten in der Aufbauphase der Bundesrepublik in einem stark sozialtherapeutisch ausgerichteten Methodenrepertoire, das - am Konzept der (aus den USA importierten) sozialen Kasuistik orientiert - sich primär auf den Einzelfall bezog. Gegen diese "Kunstlehre" erhob die Kritik der siebziger Jahre den Vorwurf, gesellschaftliche Probleme zu individualisieren und das praktische Handeln nur unzureichend wissenschaftlich zu fundieren. Die Reformbemühungen schrieben jedoch - mit Ausnahme des quantitativen Ausbaus - die Probleme fort: die Verwissenschaftlichung vertiefte die Trennung von Theorie und Praxis, die Fundierung der Methoden erfolgte fast ausnahmslos über Anleihen aus der Psychotherapie. In der Folge läßt sich eine starke Infizierung der personenbezogenen Handlungsmethodenin der Sozialen Arbeit mit sozialtechnologisch- expertokratischen Mustern nachweisen, die auch auf die neuerdings boomenden steuerungs- und organisationsbezogenen Ansätze des Sozialmanagements und der Sozialplanung ausstrahlten. Mehr denn je wurde die Krise des professionellen Stils und der beruflichen Identität in der Sozialen Arbeit beklagt. An diesem Punkt setzt das Buch mit seinem Anliegen ein, durch Methodenreflexion zur Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit beizutragen: Zum einen werden in mehreren Beiträgen die personenbezogenen wie auch die steuerungs- und organisationsbezogenen methodischen Konzepte einer kritischen Bestandsaufnahme unterzogen. Zum anderen wird in weiteren Beiträgen mit dem ethnographischen Ansatz des methodisch kontrollierten Fremdverstehens ein Konzept zur Überwindung des sozialtechnologischen Paradigmas vorgeschlagen und dessen Bedeutung für die wissenschaftliche Fundierung der Sozialen Arbeit bzw. der professionellen beruflichen Identität der Sozialarbeiterlnnen diskutiert. difu
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Seiten
297 S.