Das Klimaexperiment und der IPCC. Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik in den internationalen Beziehungen.
Metropolis
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Metropolis
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DE
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Marburg
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ZLB: 2009/2517
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Zusammenfassung
2007 wird der Friedensnobelpreis an Al Gore, den ehemaligen US-Vizepräsidenten, und dem Weltklimarat, dem IPCC, verliehen. Es mag auf den ersten Blick paradox erscheinen, dass ein wissenschaftliches Gremium dafür ausgezeichnet wird, dass es die Menschheit wach gerüttelt hat. Ziel ist, den Erfolg des Weltklimarats aus sozialwissenschaftlicher Perspektive zu erklären. Um den theoretischen Bezugsrahmen zu rekonstruieren, greift die Autorin die Diskussion um Modelle zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik auf und kombiniert Ansätze aus Wissenschaftssoziologie, Politikwissenschaft und Science and Technology Studies. Sie untersucht empirisch, wie es dem IPCC gelungen ist, nicht nur die wissenschaftliche Integrität, sondern auch die politische Relevanz und Glaubwürdigkeit seiner Expertisen aufrechtzuerhalten. Sie kommt zu dem Schluss, dass der IPCC zwar als ein relativ erfolgreiches Beispiel für Politikberatung dargestellt werden kann, dass sein Design aber Engpässe aufweist, die sich auf das traditionelle lineare Modell des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik zurückführen lassen. Von daher ist das IPCC-Modell nur bedingt geeignet, um auf die Herausforderungen der Anpassung an den Klimawandel und weitere globale Umweltprobleme im Zusammenhang mit dem Erhalt der Biodiversität und der Ernährungssicherheit zu reagieren. Abschließend zeigt das Buch Alternativen zum linearen Modell auf und diskutiert mögliche Beiträge wissenschaftlicher Experten jenseits des "heimlichen Advokaten".
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227 S.
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Ökologie und Wirtschaftsforschung; 84