Partizipation im Wohnumfeld. Benachteiligungsaspekte bei der Teilhabe von sozial benachteiligten Menschen mit Migrationshintergrund an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes aus Public Health Perspektive.
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DE
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Bremen
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Zusammenfassung
Gesundheitsförderung setzt nicht nur auf eine Verbesserung gesundheitsrelevanter Bedingungen von oben, sondern darauf, dass BewohnerInnen - insbesondere benachteiligter Wohngebiete - aktiv in die Entscheidung über die Weiterentwicklung ihres Wohnumfeldes einbezogen werden. Die forschungsleitende Frage lautet daher: Wie kann es gelingen, Partizipation im Sinne einer Teilhabe sozial benachteiligter Gruppen von Menschen mit Migrationshintergrund an Entscheidungen über gesundheitsrelevante Aspekte in ihrem Wohnumfeld zu ermöglichen und dadurch ihre Gesundheitschancen zu verbessern? Methodisch wurde ein exploratives Forschungsdesign im Stil der Grounded Theory angewandt. Ausgehend von zwei Soziale Stadt Gebieten der Stadt München als Fallbeispiele integrierter Stadtteilentwicklung, wurden über einen Zeitraum von 18 Monaten 23 Experteninterviews geführt und ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Partizipation im Rahmen des Programms Soziale Stadt durch unterschiedliche Partizipationsverständnisse einhergehend mit entsprechenden partizipativen Praktiken geprägt ist: die formal geprägte Bürgerbeteiligung bei Sanierungsmaßnahmen, die Teilhabe von professionellen Stadtteilakteurinnen und -akteuren an der Stadtentwicklung über das Stadtteilgremium und Vorhaben zur Verbesserung gesellschaftlicher Teilhabe, mit Fokus auf Bildung und Arbeit/Arbeitslosigkeit benachteiligter Gruppen, über sozial-integrative Projekte. Sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund sind Zielgruppe für letzteren Bereich. Ihre Teilhabe an Entscheidungsprozessen zu Gestaltung des Wohnumfeldes wird damit nicht erreicht.
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VIII, 203 S.