Von Entspannung keine Spur. Den Müllverbrennern steht vermutlich ein schwieriges Jahrzehnt bevor.

Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.

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Frankfurt/Main

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0933-3754

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ZLB: Zs 5887
BBR: Z 551

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Abstract

Gut sechs Jahre nach dem Verbot, Siedlungsabfälle unbehandelt zu deponieren, hat sich die Lage auf dem Markt für die thermische Abfallbehandlung in der Bundesrepublik Deutschland spürbar entspannt. Angebot und Nachfrage, Kapazitätsvolumen und die zu verbrennenden Abfallmengen sind derzeit nahezu ausgeglichen. Die in Deutschland befindlichen Müllverbrennungsanlagen (MVA) bringen es insgesamt auf eine Behandlungskapazität von 19,6 Tonnen pro Jahr. Hinzu kommen 35 Kraftwerke, die knapp 5 Millionen Tonnen eigens erzeugte Ersatzbrennstoffe (EBS) aus Abfällen erzeugen können. Zwei weitere EBS-Kraftwerke sind im Bau. Nicht berücksichtigt sind dabei die Mitverbrennungskapazitäten von Kohlekraft- und Zementwerken, die auf etwa 2,4 Millionen Jahrestonnen geschätzt werden. Dennoch steht den Betreibern von Müllverbrennungsanlagen wie auch den Anlagenbauern ein schwieriges Jahrzehnt bevor. Es wird erwartet, dass die thermisch zu behandelnde Restabfallmenge bis zum Jahr 2020 um bis zu 4,8 Millionen Tonnen abnehmen könnte. Grund hierfür sind verstärkte Recyclinganstrengungen aufgrund des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes sowie der bundesweiten Einführung einer Wertstofftonne. In der Folge könnten laut Berechnungen der Prognos AG die stofflich zu verwertenden Mengen an trockenen Wertstoffen wie Glas, Papier, Leichtverpackungen, Metalle und Kunststoffe zusammen um 16 Prozent zunehmen. Noch deutlicher könnten die Mengen an separat erfassten Bio- und Grünabfällen steigen. Hier wird eine Zunahme von 3,2 Millionen pro Jahr erwartet. Zum Ausgleich könnten die MVA eine wichtige Rolle im Bereich der erneuerbaren Energien spielen. So wurden zum Beispiel im Jahr 2010 insgesamt rund 4,7 Terawattstunden Strom und 11,9 Terawattstunden Wärme aus dem biogenen Anteil des Abfalls erzeugt. Vor diesem Hintergrund wird in dem Beitrag die internationale Marktentwicklung beschrieben.

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Entsorga-Magazin

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Nr. 3

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S. 27-28

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