Zuwanderung in Städte: Chancen und Grenzen der planerischen Steuerung.

Taylor & Francis
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Bandtitel

Herausgeber

Taylor & Francis

Sprache (Orlis.pc)

GB

Erscheinungsort

Abingdon

Sprache

ISSN

0251-3625

ZDB-ID

134868-1

Standort

ZLB: Kws 155 ZB 6792

Dokumenttyp (zusätzl.)

EDOC

Autor:innen

Zusammenfassung

In-migration is a key factor in the growth of cities and an indicator of their attractiveness in the competition between locations. This article investigates the central question of which approaches for the proactive recruitment of in-migrants arise in urban planning and which opportunities and obstacles exist for local governance. On the basis of planning-related theories, a heuristic model for the analysis of local strategies is developed that differentiates in-migration on the housing, labour and education markets. In the empirical part, selected results from qualitative case studies in medium-sized cities are presented. The results show that, in the context of shrinking cities, there is a need for in-migration due to vacant apartments and a shortage of skilled workers, while in the growth context, the problems of a tight housing market as a result of migration move to the fore of city policies. Strategies to attract in-migration are therefore context-dependent and represent a complex cross-sectional task that requires the planning administration to interact with politicians, business and citizens. While growth coalitions are being formed in some cities, in other cases there are barriers that block the development of local in-migration strategies.
Wanderungsbewegungen sind ein dynamischer Faktor in der Stadtentwicklung. Als sogenannte "Abstimmungsprozesse mit den Füssen" sind sie ein Indikator für die Attraktivität von Städten im Standortwettbewerb. Der Saldo von Zu- und Abwanderungen ist oft entscheidend dafür, ob die Stadtbevölkerung wächst oder schrumpft. Trotz der in vielen Städten verfolgten Wachstumspolitiken erscheint Zuwanderung jedoch als eine schwer zu steuernde Grösse für die Stadtplanung. Oft erweisen sich Bevölkerungsprognosen als unzutreffend, wenn sie einen bestehenden Wanderungstrend in die Zukunft fortschreiben und keine Trendwenden in Betracht ziehen. So wurden viele Städte in Deutschland von den Zuwanderungsdynamiken seit 2010 und der Fluchtmigration seit 2015 überrascht. Allen voran erlebte die Metropole Berlin ein vom Umfang her unerwartetes Bevölkerungswachstum, das sich zu einem Grossteil aus internationaler Migration aus dem Ausland speist. Auch die Trendwende in Leipzig − von einer schrumpfenden zu einer wachsenden Grossstadt − hat die Stadtplanung überrascht. Leipzig musste vom Rückbau von Wohnungen, Schulen und Kitas auf Neubau umschwenken. Ebenso erlebten viele kleinere Universitätsstädte eine neue Phase des Bevölkerungswachstums, die als sogenannte "Schwarmstädte" viele Studierende anziehen und weitere Zuzüge generieren konnten. Diese Zuwanderungsprozesse in Städte werden in vielen Studien unter dem Schlagwort der Reurbanisierung beschrieben. In der Forschung zur Reurbanisierung liegen jedoch bisher kaum Studien vor, die den Einfluss der lokalen Planungspolitiken auf Zuwanderungsprozesse untersuchen. Die Leitfragen des Beitrags lauten deshalb: Welche Strategien zur Anziehung von Zuwanderern entwickelt die Stadtplanung in Deutschland? Welche Chancen und Hemmnisse der planerischen Steuerbarkeit gibt es dabei?

Beschreibung

Schlagwörter

Zeitschrift

DISP : the planning review

Ausgabe

1

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Seiten

18-35

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