CO2-Reduktionspotential im innerstädtischen Berufspendlerverkehr Wiens des Jahres 2001 unter Beachtung empirischer Wirkungszusammenhänge von Raum und Verkehr.
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Wien
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Zusammenfassung
Die Arbeit fragt, wie eine CO2-Reduktion im Wiener Straßenverkehr bewerkstelligt werden kann obwohl die Bevölkerung Wiens von 2010 bis 2050 um 25 Prozent zunehmen wird. Da ein Viertel aller werktäglichen Wege Berufswege sind, kann der Wiener Berufspendlerverkehr vor dem Hintergrund dieser Fragestellung untersucht werden. Die dekadisch durchgeführten Volkszählungen bieten verkehrsmittelfeines Datenmaterial zu den Pendlerverflechtungen der Wiener Berufspendler. Das Verkehrsmodell Wien der Stadt Wien dient als Abbild des Verkehrsnetzes, räumliche Strukturdaten werden in einem GIS-System zusammengeführt und bearbeitet. Die Kombination dieser drei Datenlevel ermöglicht es, ein Bild der Ursachen des CO2-Anstiegs im Wiener Binnenpendlerverkehr von 1971 bis 2001 zu zeichnen. Für das Jahr 2001 steht eine detaillierte Betrachtung der Wohnorte, Arbeitsorte und Wege, im speziellen der Pkw-Pendler, im Mittelpunkt. Unter mannigfaltigen Blickwinkeln werden Siedlungsgebiete besonders intensiven Pkw-Pendlerverkehrs herausgearbeitet, wobei auch die lokale Bebauungsstruktur eine Rolle spielt. Ausführliche statistische Analysen der aus dem Datenmaterial generierten räumlichen und verkehrlichen Kennzahlen bringen Faktoren zum Vorschein, die starken Einfluss auf das Ausmaß zurückgelegter Pkw-Kilometer im Pendlerverkehr haben. Die Kenntnis dieser Faktoren wirft auch ein Licht auf die räumlich-strukturellen Voraussetzungen CO2-minimierender Stadtgebiete. Anhand von zwei Szenarien werden vorhandene CO2-Einsparungspotenziale für das Jahr 2001 skizziert. Ein drittes Szenario veranschaulicht Umsetzungsmöglichkeiten des vorgeschlagenen Lösungsweges einer Verdichtung. Die Ergebnisse verdeutlichen die Tragweite der Beeinflussung des Verkehrsverhaltens durch die Bebauungsweise und streichen damit die Problematik der auch innerhalb der Stadt Wien zu findenden Zersiedelung hervor. Würde das aus der Zwischenkriegszeit vererbte Paradigma, welches mit dieser Bauweise -hohe Lebensqualität - assoziiert, gebrochen und stattdessen die städtische Blockrandbebauung konsequent fortgesetzt, wäre die CO2 -neutrale, -fußläufige Stadt- tatsächlich kaum weiter als einen Schritt entfernt.
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Seiten
229 S.