Die Null Bock-Haltung junger Menschen - ein ökonomisches Kalkül?

Juventa
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Juventa

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Weinheim

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0342-2275

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SEBI: Zs 4152

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Abstract

Ein Teil unserer Gesellschaft bekennt sich heute mehr oder weniger offen zu einer "Null Bock-Haltung". Die betreffenden Menschen haben zu nichts Sinnvollem wirklich Lust. Im Schulalter äußert sich diese Haltung u.a. durch Nichtbeteiligung am Unterricht, durch mangelhafte schulische Leistungen, häufiges Schulschwänzen, Flucht in Drogenkonsum etc. Als Jugendliche erleben die Betreffenden dann ihre erste Phase der Arbeitslosigkeit, da sie mangels akzeptabler Schulzeugnisse keine interessante Ausbildungsstelle finden - oder gar keine. Da sie kein Einkommen haben, andererseits aber Geld für Freizeitgestaltung benötigen (Disco, Drogen, Alkohol), ist die Gefahr des Abgleitens in die Kriminalität groß. Im Erwachsenenalter findet dann ein solches Leben an oder unterhalb der Armutsgrenze seine Fortsetzung. Die angebotenen Arbeitsstellen bleiben unattraktiv, sind meist körperlich anstrengend und schlecht dotiert. Aufgrund von Unzuverlässigkeit, fehlender Motivation und mangelnder Disziplin erfolgen Arbeitsplatzwechsel, die von längeren Phasen der Arbeitslosigkeit begleitet sind. Diese grobe Skizze mag vorerst genügen. Es stellt sich aber die Frage nach dem Warum? Warum haben, warum entwickeln junge Menschen eine Null Bock-Haltung? Natürlich gibt es Menschen mit schweren Schicksalsschlägen, die trotz guter Ausbildung und erfolgreichem Berufsleben irgendwann aus der Bahn geworfen werden, die "abstürzen". Diese Menschen sind hier nicht das Thema. Es geht vielmehr um jene, die von früher Jugend an auf einer Null Bock-Schiene gleiten bzw. dahinschliddern, so wie wenn irgendwo eine Weiche falsch gestellt worden wäre.

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Theorie und Praxis der sozialen Arbeit

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Nr. 5

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S. 382-387

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