Der demographische Wandel - eine prägende Begleiterscheinung des ostdeutschen Transformationsprozesses.

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
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Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

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DE

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Bonn

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0303-2493

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ZLB: 4-Zs 2548
BBR: Z 703
IFL: Z 0073

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Abstract

Mit Beginn der deutschen Einigung haben sich die demographischen Strukturen und Trends in den ostdeutschen Regionen spürbar und flächendeckend verändert. Einerseits hat sich die Lebenserwartung deutlich schneller als erwartet an das Westniveau angenähert, andererseits kam es zu Geburteneinbrüchen bislang ungeahnten Ausmaßes. Und die Wanderungsverluste blieben ein stetiger Begleiter des ostdeutschen Transformationsprozesses. Weil die sozialen und ökonomischen Disparitäten nicht abgebaut werden konnten, übersteigen die Fortzüge in westdeutsche Regionen die Zuzüge bis heute deutlich. Per Saldo ging den ostdeutschen Regionen in den zurückliegenden Jahren ihre günstige demographische Ausgangssituation vollständig verloren. Die demographische Entwicklung der ostdeutschen Regionen offenbart zugleich den Trend zur wachsenden räumlichen Ungleichheit, wodurch es immer schwieriger wird, eine Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse für alle Teilräume Deutschlands zu garantieren. Ob man dieses Prinzip noch aufrechterhalten kann, gilt es zu diskutieren. Allerdings müsste sich eine Kurskorrektur auf einen neuen Gesellschaftsvertrag stützen, der auf breiter Ebene diskutiert und ausgehandelt werden muss.

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Nr. 10/11

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S. XI-XII, 787-801

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