Mit Bio gegen Chemie. Altlastensanierung funktioniert auch mit Pilzen.

Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.

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Frankfurt/Main

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0933-3754

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ZLB: Zs 5887
BBR: Z 551

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Abstract

Nicht nur Bakterien, auch Pilze können Chemikalien bekämpfen. Es gibt Pilze im Boden, im Wasser und an Pflanzen und haben unterschiedlichste Größen, Formen und Farben. Sie stellen den größten Anteil an lebender Biomasse im Boden. Geschätzte 1,5 Millionen Arten gibt es, erforscht sind erst 100.000. Ihr Potenzial wird gerade erst entdeckt. Am Fachbereich für Mikrobiologie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung GmbH (UFZ) beschäftigt sich ein wissenschaftliches Team seit Jahren mit mikrobiologischen Abläufen in Böden und Gewässern, die auch für die Reparatur von Umweltschäden nützlich sein können. So ist im Jahr 2007 erstmals der Nachweis gelungen, dass Pilzgeflechte im Boden eine Art Autobahn für Bakterien bilden können. Jetzt wird daran geforscht, welchen Beitrag die Pilze selbst beim Abbau von Schadstoffen leisten. Festgestellt wurde, dass Pilze für ihre Abbauleistung zwar mehr Zeit benötigen als Bakterien, dafür aber bei Schadstoffen, die durch Bakterien nicht oder nur schwer angreifbar sind (Schwermetalle, Radionuklide, Explosivstoffe, Dioxine, Textilfarbstoffen, Pestizide), eingesetzt werden können. Vor diesem Hintergrund werden in dem Beitrag Einsatzbereiche von Pilzen in der Umwelttechnologie genannt. Altlastensanierung ist nicht das einzige potenzielle Betätigungsfeld für Pilze. Helfen können sie auch bei der Gewässerreinhaltung, dies vor allem bei der Eliminierung von Spurenstoffen, die herkömmliche biologische Kläranlagen unbeschadet überstehen, wie Arzneimittelreste, Duftstoffe oder auch Agrarchemikalien. Auch in der Abluftreinigung können sie ihren Dienst verrichten. Und schließlich könnten speziell ihre extrazellulären Enzyme mit Breitbandwirkung bei der Entwicklung von biotechnologischen Verfahren nützlich sein.

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Entsorga-Magazin

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Nr. 5/6

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S. 39-40

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