Vom Umgang des Erziehers mit der Übertragung des Kindes.
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1969
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SEBI: Zs 449
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Zusammenfassung
Ausgehend von der Situation des Milieuwechsels bei Heimkindern, schildert der Autor das anachronistische Phänomen der Übertragung, das sich an jeder neuen Bezugsperson, bzw. verteilt auf mehrere, vollzieht. Es kommt ihm in wesentlichen darauf an, die dem Kind unbewussten Vorgänge dem Erzieher bewusst zu machen, damit dieser sie aus der Kenntnis heraus steuert, dass das Kind nicht auf seine Person, sondern auf das durch Übertragung früherer Bindungen von ihm gewonnene Zerrbild, reagiert. Vor allem soll durch diese Bewusstmachung vermieden werden, dass die Reaktion des Kindes wiederum zu einem falschen Bild von dessen Persönlichkeit und zu einer Fehlbehandlung führt. Die extrem erschwerte Situation des Erziehers psychisch gestörter Kinder, in der er sich doppelt auf der Ebene der Übertragung und der der Realität identifizieren muss, kann z.T. nur von außen aufgedeckt werden. Von diesem Aspekt her gewinnen Fallbesprechungen und informelle Gespräche zwischen Erziehern eine neue Bedeutung. Die hier vermittelten Kenntnisse über die Funktion von Übertragung und Gegenübertragung im Erziehungsprozess sind für eine realistische Einschätzung der Erziehungssituation und damit des Ansatzpunktes heilpädagogischer Bemühungen von großem Wert, können jedoch die Reflexion im Individualfall nur anregen, nicht ersetzen.
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Erscheinungsvermerk/Umfang
In: Unsere Jugend (1969) S. 247-257, DJI-Dok.02/69