Die NS-Großanlage "Westwall" als Denkmal.

Hönes, Ernst-Rainer
Kohlhammer
Keine Vorschau verfügbar

Datum

2016

item.page.journal-title

item.page.journal-issn

item.page.volume-title

Herausgeber

Kohlhammer

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Stuttgart

Sprache

ISSN

0342-5592

ZDB-ID

Standort

ZLB: Kws 750 ZB 6805
BBR: Z 477

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Der zur Vorbereitung des Zweiten Weltkriegs 1938 bis 1940 errichtete Westwall entlang der Westgrenze des damaligen Deutschen Reiches von etwa 630 km Länge mit ehemals rund 22.000 NS-Befestigungsanlagen ist mittlerweile für den Denkmalschutz, den Naturschutz und die politische Bildung eine Herausforderung. Für die betroffenen Länder Baden-Württemberg, Saarland, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ist er ein Strecken- und Flächendenkmal, das wegen seines ungewöhnlichen Ausmaßes mit seinen unterirdischen und oberirdischen Resten nach Jahren des Verschweigens und der teilweisen Beseitigung nun des Schutzes bedarf. Für den Naturschutz ist der Westwall ebenso wie der ehemalige Todesstreifen der innerdeutschen Grenze mittlerweile ein Lebensraum, ein Biotopverbund, ein "grüner Wall." Die militärischen Schichten dieser Kulturlandschaft verlieren so ihre Aussagekraft. Die baulichen Reste der NS-Vergangenheit wurden meist gesprengt, und dann sich selbst und damit der Natur überlassen. Damit sind sie mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Die Generationen, die sich an die schrecklichen Ereignisse noch als Zeitzeugen erinnern, schwinden. Gerade weil wir in Zukunft auf die Begegnung mit Zeitzeugen verzichten müssen, darf es - nach Meinung des Autors - nicht nur um eine Erinnerungskultur an "grünen Orten" gehen, angereichert durch Rituale des Gedenkens an symbolträchtigen Stätten. Er plädiert für die Erhaltung dieser Zeugnisse der "Unkultur".

item.page.description

Schlagwörter

Zeitschrift

Verwaltungsrundschau

Ausgabe

Nr. 7

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 223-238

Zitierform

Stichwörter

Serie/Report Nr.

Sammlungen