Landscape for architects. Landschaft für Architekten. Paisaje para arquitectos. (Band 5:) Use, Nutzung, Uso.

Kiefer, Gabriele/Neubauer, Anika
Birkhäuser
Keine Vorschau verfügbar

Datum

2020

item.page.journal-title

item.page.journal-issn

item.page.volume-title

Herausgeber

Birkhäuser

Sprache (Orlis.pc)

CH

Erscheinungsort

Basel

ISSN

ZDB-ID

Standort

ZLB: Kws 215/160:5

Dokumenttyp

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Bei der Gebäudeplanung steht am Anfang meist ein Raumprogramm, das durch den Bauherrn oder ein Wettbewerbsmanagement zusammengestellt wird. Der Auftraggeber kann dort seine Anforderungen und Wünsche festhalten, den Architekt*innen dient es als eine erste Orientierung und Überblick über die Planungs­aufgabe. Art und Umfang des Raumprogramms richten sich nach der späteren Nutzung des Gebäudes. Für die Planung von Freiräumen wird dagegen nur bei sehr wenigen Aufgaben - z. B. Sportanlagen oder Garten­schauen - ein Raumprogramm zugrunde gelegt. Selten sind die Nutzungen klar und abschließend festgelegt. Die Herausforderung für die Landschaftsarchitekt*innen besteht darin, aus den Potenzialen des Ortes und einer ungefähr formulierten Nutzungstypologie das Entwurfskonzept zu entwickeln. In politischen Debatten wird aktuell die Frage gestellt, was wir heute unter öffentlichem Raum verstehen, wem dieser gehört und wie seine Nutzbarkeit für die Zukunft gesichert werden kann. Was macht Städte lebenswert? Welche Ansprüche werden heute an Freiräume gestellt? Um eine menschliche und sozial offene Planung zu entwickeln, muss man die Ansprüche und Anforderungen der unterschiedlichen sozialen und demografischen Gruppen differenziert betrachten. Man muss die Vielfalt der Nutzungsformen und Aktivitäten kennen, wobei jede einzelne Nutzungsform wiederum ein großes Spektrum aufweist. Manche Nutzungen bedürfen spezieller baulicher Voraus­setzungen, andere Aktivitäten werden erst durch Zweck­entfremdungen oder spontane Umnutzungen reizvoll. Nicht immer sind die verschiedenen Nutzungsinteressen verträglich. Es kann zu Nutzungskonflikten bis hin zur Verdrängung der »schwächeren« Gruppen kommen. Unterschiedliche Nutzungsgruppen können je nach Tages­zeit im Raum sichtbar werden. Nutzungskonflikte können so zu spezifischen Tages­- oder Wochenzeiten virulent werden und zu anderen Zeiten keine besondere Brisanz aufweisen. Einige Nutzungs­konflikte lassen sich durch Änderungen der baulichen Anlage reduzieren, andere nicht. Zunehmend spielt in vielen Planungsprozessen Partizi­pation eine tragende Rolle. Soziale Teilhabe fördert die aktive Beteiligung der Bewohner*innen an Debatten und Überlegungen zur Zukunft einer Stadt, eines Stadt­viertels oder eines Parks. Zu den proklamierten Vor­teilen gehört, dass die Bewohner*innen über konkretes erfahrungsbasiertes Wissen zu ihrem Wohnort verfügen, das die Planer*innen nicht besitzen. Diese Ortskompetenz der lokalen Gemeinschaft ist ein wichtiger Faktor, um Projekte erfolgreich den spezifischen Anforderungen des Gebiets anzupassen. Die Einbe­ziehung der Menschen in die Planung (und mehr) erzeugt zudem ein Gefühl von Verantwortung und Stolz auf das Ergebnis. Die Menschen empfinden sich als Teil des Projekts und dadurch der langfristigen Erhaltung der Qualitäten verpflichtet.

item.page.description

Schlagwörter

Zeitschrift

Ausgabe

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

ca. 100

Zitierform

Freie Schlagworte

Stichwörter

Serie/Report Nr.

Sammlungen