Stadtentwicklung und Informalität. Editorial.
Informationskreis für Raumplanung
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Informationskreis für Raumplanung
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DE
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Dortmund
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0176-7534
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ZLB: Kws 155 ZB 6864
BBR: Z 447
IFL: Z 598
IRB: Z 1108
BBR: Z 447
IFL: Z 598
IRB: Z 1108
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Abstract
Bei informellen Planungsinstrumenten zeigt sich mitunter auch so etwas wie ein "Reifungsprozess" hin zum Formellen, und zwar offensichtlich insbesondere dann, wenn sie an verschiedenen Orten über längere Zeit erfolgreich erprobt wurden. Betrachten wir etwa aktuelle Stadtentwicklungskonzepte, so ähneln sich diese in Struktur und Inhalt inzwischen auf frappierende Weise. Einzelne Bundesländer haben eigene Leitfäden zu Inhalt und Erstellungsprozedere erstellt. Um in angestrebten Förderanträgen erfolgreich zu sein, orientieren sich Antragsteller stark an den im Leitfaden gegebenen "Vorschlägen". Es verwundert daher nicht, dass die Vielfalt der Formen und Aussagen dieses informellen Stadtentwicklungsinstrumentes vor Jahrzehnten noch weit größer war. Vom viel gepriesenen Potenzial informeller Ansätze für individuelle Lösungen scheint zumindest bei solchen Konzepten kaum mehr Gebrauch gemacht zu werden. Am anderen Ende der Skala finden wir Projekte, die sich durch formelle Planung nie hätten entwickeln können und deren Entstehungsprozess auch nicht "standardisiert" werden kann. Sie werden genährt von einer ganz spezifischen Konstellation aus Akteuren, die mit kreativen Ideen zur "richtigen" Zeit am "richtigen" Ort sind und die Spielräume formeller Rahmenbedingungen nutzen, um Orte mit neuen Qualitäten entstehen zu lassen. Das Heft geht der Frage nach, was informelle Ansätze heute vermögen, wo wir vielleicht trotz diverser gerechtfertigter Kritik an formellen Instrumenten auch deren Notwendigkeit erkennen müssen. Es gibt zahllose Spielarten des Informellen und viele Stadtentwicklungsprozesse werden heute maßgeblich durch diese geprägt. Am Ende von mitunter lang andauernden Prozessen münden aber Aspekte eines Lösungsansatzes häufig in formelle Regelungen. Für die Raumplanung wird es in Zukunft vor allem darum gehen, formelle und informelle Ansätze so miteinander zu verschränken, dass sie ein tragfähiges Insturmentarium ergeben.
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Journal
Raumplanung
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Nr. 2
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S. 6-7