Stadtplanforschung. Neue Methoden und Erkenntnisse zur Entstehung des hochmittelalterlichen Städtewesens in Mittel-, Ost- und Nordeuropa.

Hirzel
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DE

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Stuttgart

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ZLB: 2004/186

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Die Arbeit berichtet über neuere Ergebnisse der Stadtplanforschung, die auf der Aussagefähigkeit von Stadtgrundrissen als authentischen historischen Zeugnisses basiert. Die Aufdeckung der Bedeutung der Nikolaipatrozonien als Zeugnisse alter Kaufmannssiedlungen und die Erörterungen von Brühl, Plan und andere topographische Einzelheiten und deren Einbindung in das Fernverkehrsnetz, die der Autor an detaillierten Untersuchungen der sächsischen Stadt Colditz und in Vergleichen gewinnt, bieten ein Erklärungsmuster für die weitere Erforschung der Entstehung der europäischen Stadt im Mittelalter. Danach müssen die Anfänge des Städtewesens in Mittel-, Ost- und Nordeuropa neu definiert werden. Das Städtewesen muss in stärkerem Maße genetisch aufgefasst, der Prozesscharakter deutlich herausgearbeitet werden. Die ältere Auffassung von "Stadtgründung" durch einen Inhaber von Herrschaft verliert damit an Gültigkeit. Die Geschichte des Städtewesens beginnt dort, wo erste Schritte weg von der rein agrarischen Siedlung gemacht werden und neben dem bäuerlich geprägten Dorf die reine Händlersiedlung erscheint, also in der Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert. goj/difu

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42 S.

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Sitzungsberichte der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Philologisch-historische Klasse; 138/4