Landscape for architects. Landschaft für Architekten. Paisaje para arquitectos. (Band 1:) Building, Haus, Casa.

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Basel

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ZLB: Kws 215/160:1

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Abstract

Der Band behandelt Freiräume im unmittelbaren Kontext von Bauwerken, aber auch als integralen Bestandteil städtebaulicher Zusammenhänge. Freiräume um, an und in Bauwerken werden zusammen mit diesen konzipiert, genutzt und bilden den physischen Rahmen, in dem sich individuelles Wahrnehmen und Verhalten mit gesellschaftlichen sozialen Interaktionen mischt. Aus funktionaler und gestalterischer Sicht lassen sich gebäudeintegrierte Freiräume wie Dächer, Fassaden oder Balkone und gebäudebezogene Außenräume wie Höfe, Vorgärten oder Distanzgrün unterscheiden. Während Freiräume wie Balkone, Loggien, Terrassen oder Gärten meist individuellen, privaten Nutzungen vor­behalten sind, werden Freiräume wie Höfe und Eingangs­bereiche vorwiegend kollektiv genutzt. Die Ausbildung und Gestaltung gebäudebezogener Freiräume trennt privat und öffentlich, kann aber soziale Interaktionen fördern und Nutzungsbedürfnisse an individuelle Regene­ration sowie Aktivität erfüllen. Das Raumgefüge aus umbautem Raum und Außenraum stellt den unmittelbarsten wahrnehmbaren und ein­wirkenden physischen Kontakt zur Umwelt dar. Freiraum und Bauwerk stehen dabei in direkter Beziehung, bilden eine Schnittstelle zu Umwelt und alltäglichem Erfahrungs­raum für Nutzer. Die Zufriedenheit mit einer baulichen Anlage hängt somit wesentlich vom Freiraum ab, der als physischer Raum stets individuell rezipiert wird. Die Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere die sommerlichen Wärmeinseleffekte, erzeugen zunehmend Handlungsdruck in den hochverdichteten Innenstädten. Hier können multicodierte grüne Architekturen neue Grünpotenziale erschließen, zumal diese als Imageträger an Bedeutung gewinnen. Dieses neue Bewusstsein für Grün als prägenden Bestandteil des architektonischen Konzepts bereichert das bauliche Erscheinungsbild, macht es attraktiv für Nutzer und schafft erinnerbare Identitäten. Innen und Außen sollen als gestalterische Einheit begriffen und entworfen werden. Die konzeptionelle Einbeziehung von Natur in Architektur eröffnet ein weites Feld an Möglichkeiten bis hin zur kompletten Verzahnung von Gebautem und Grün. Nur so kann ein bleibender urbaner und architektonischer Mehrwert generiert werden. Architekt und Planer müssen akzeptieren, dass nicht nur umbaute Räume Qualitäten schaffen, sondern dass auch das Freilassen, der Zwischenraum Lebensqualität herstellt.

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