Mit Grenzen leben lernen. Jubiläumsgutachten des Umweltrates vorgestellt.
Deutscher Fachverl.
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Datum
2012
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Herausgeber
Deutscher Fachverl.
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Frankfurt/Main
Sprache
ISSN
0933-3754
ZDB-ID
Standort
ZLB: Zs 5887
BBR: Z 551
BBR: Z 551
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Autor:innen
Zusammenfassung
Es ist vierzig Jahre her, dass der Club of Rome darauf hinwies, dass die Belastbarkeit der Umwelt absolute Grenzen hat. In dem Bericht "Die Grenzen des Wachstums" wurde ausgeführt, dass die Überschreitung dieser Grenzen zu gravierenden ökonomischen, sozialen und politischen Konsequenzen führt. Ebenfalls im Jahr 1972 trat in der Bundesrepublik Deutschland der in dem Beitrag vorgestellte Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und berät seither die Bundesregierung bei ihrer Umweltpolitik. Die sieben Wissenschaftler des SRU kommen aus so unterschiedlichen Fachrichtungen wie Abfall- und Ressourcenwirtschaft, Toxikologie, Recht, Energiemanagement, Naturschutz und Politologie. Für das Gutachten zum 40jährigen Jubiläum wurde der Titel "Verantwortung in einer begrenzten Welt" gewählt. Ging es Anfang der 1970er Jahre hauptsächlich um die Verfügbarkeit von nicht erneuerbaren Ressourcen, so steht laut SRU heute die Übernutzung und Zerstörung wichtiger Ökosysteme im Vordergrund und es geht im Kern darum, wie ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum möglich ist, ohne globale ökologische Grenzen zu überschreiten. Vielfach ist das bereits geschehen, wie sich im Falle des Klimawandels, des Verlustes von biologischer Vielfalt, der Überfischung der Meere, der Landnahme für kommerzielle Nutzungen, der Bodenerosion oder der Wasserknappheit zeigt. Nach Auffassung des SRU bedeutet das Einhalten der ökologischen Grenzen nicht von vornherein das Ende des Wirtschaftswachstums. Allerdings ist eine Innovationsstrategie innerhalb ökologischer Grenzen unverzichtbar, was zugleich erhebliche industriepolitische Chancen für den Standort Deutschland bietet. Langfristig ist es unabdingbar, die ökologischen Schutzgüter ins Zentrum politischen Handelns zu stellen und tief greifende Veränderungsprozesse anzusteuern. Empfohlen wird, dass das Umweltministerium ein Initiativrecht erhält, um umweltpolitische Aktivitäten in anderen Ressorts anstoßen zu können.
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Schlagwörter
Zeitschrift
Entsorga-Magazin
Ausgabe
Nr. 7/8
Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
S. 27-28