Sozialer Wandel in ländlichen Räumen. Theorie - Empirie - politische Strategien.

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Shaker

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DE

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Aachen

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ZLB: 2005/472

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KO

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Zusammenfassung

Es ist eine Ironie gegenwärtiger westeuropäischer Gesellschaften, dass Themen, die mit dem ländlichen Raum und ländlichen Ressourcen zu tun haben, heute mehr Aufmerksamkeit erfahren als in den 50 Jahren zuvor, während die Fähigkeit der ländlichen Gesellschaft, als Quelle kollektiver Identität zu dienen, niemals schwächer war (Hilary Tovey). Darüber hinaus ist das, was als Land zu gelten hat und was auf dem Lande in welcher Form geschehen soll, vermehrt unterschiedlichen Nutzungsinteressen unterworfen. Die Landwirtschaft, ursprünglich die dominante ökonomische Kraft auf dem Lande, spielt für die ländliche Ökonomie unmittelbar eine immer geringere Rolle. Neue, konsumptive (ökologische, ästhetische) Landnutzungsinteressen gewinnen an ökonomischer Bedeutung (z.B. Tourismus, "Wellness") und die Unterschiede der Entwicklungspfade zwischen ländlichen Räumen treten deutlicher hervor und überlagern Stadt-Land-Unterschiede. Ländliche Regionen scheinen dabei zunehmend auf ihre eigenen natürlichen, aber auch institutionellen, kulturellen und sozialen Ressourcen zurückgeworfen zu werden, womit die Fähigkeit zur Mobilisierung dieser endogenen Entwicklungspotenziale den feinen, aber oftmals erheblichen Unterschied ausmacht. Die Herausforderung politischer Strategien ländlicher Entwicklung ist es demnach, nicht nur alternative Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft zu schaffen, sondern zu moderieren, unterschiedliche Interessenslagen auszugleichen und identitätsstiftend zu wirken. Die Hoffnung scheint dabei zunehmend auf Verfahren gelegt zu werden, die integrativ, partizipativ, akteursorientiert sind, und "bottom-up" wirken sollen. Es ist dieses Spannungsfeld, das in der Sitzung der Sektion "Land und Agrarsoziologie" der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Sommer 2003 in Rostock ausgelotet werden sollte. difu

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280 S.

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