Wie lokal ist die lokale Ökonomie? Zusammenhänge zwischen Unternehmens- und Quartiersentwicklung.

Springer Spektrum
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Berlin

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ZLB: Kws 580/39

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Abstract

Der Artikel beschreibt die Bindung von 40 Klein- und Kleinstunternehmen an ihre Standorte in zwei Leipziger Quartieren. Ausgehend von einer Darstellung der wissenschaftlichen Debatte zu Theorien lokaler Ökonomie und ihren Bezügen zur Quartiersforschung wird präsentiert, wie lokale Unternehmer_innen sich an ihr Quartier binden, welche Unterschiede es zwischen ihnen gibt und welche Strategien sie im Umgang mit dem Bewohner- und Quartierswandel in der Großwohnsiedlung Leipzig Grünau und dem Gründerzeitviertel Leipziger Osten entwickelt haben. Die qualitative Studie macht deutlich, dass das Quartier unterschiedliche Funktionen für verschiedene Unternehmen ausübt und die Bindung an das Quartier vielschichtig ist und nicht linear. In Leipzig ist der Wandel im Quartier in den jeweiligen gesamtstädtischen und historischen Kontext eingebettet und somit durch äußere Faktoren beeinflusst. Die Kapazitäten der Unternehmen, sich im Sinne der lokalen Ökonomie aktiv in die Quartiersentwicklung einzubringen, sind begrenzt - wobei die Dimension Zeit (für Geschäftsführung, Unternehmensentwicklung, Fördermittelbeantragung, Netzwerkarbeit im Quartier, Erholung und Entspannung) bei den untersuchten Leipziger Klein- und Kleinstunternehmen grundsätzlich rar und die Arbeitsbelastung hoch ist. Abschließend reflektiert der Artikel die empirischen Erkenntnisse im Kontext der Debatten zu Quartiers- und lokale Ökonomieforschung sowie der Städtebauförderung.

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133-155

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