Berlin/Chicago 1914. Die Berliner Großstadt-Dokumente und ihre Rezeption durch die Gründergeneration der Chicago School of Sociology. Bericht von den Recherchen in der Joseph Regenstein Library der University of Chicago.
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DE
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Berlin
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ZLB: 99/2878-4
BBR: C 26 460
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Abstract
Die Chicago School of Sociology gilt als eines der einflußreichsten Kollektivunternehmen in der Geschichte der Sozialwissenschaften. Die Forschergruppe um Robert E. Park hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus einem Mosaik sozialer Welten ein Panorama der modernen Metropole entworfen und maßgeblich zur Institutionalisierung der Soziologie als empirischer Disziplin beigetragen. Von einer vergleichbaren Tradition der urbanen Ethnographie in Deutschland konnte bislang nicht die Rede sein. Über das vorrangige Interesse an Abstraktionsleistungen ist eines der ehrgeizigsten Projekte der Stadtforschung in Vergessenheit geraten, die es im deutschsprachigen Raum gegeben hat: die 50 Bände der Großstadt-Dokumente, die der Publizist Hans Ostwald in den Jahren 1904 bis 1908 herausgegeben hat. Die Berliner Reihe ist von Louis Wirth, einem der prominentesten Vertreter der Chicago School, im Jahr 1925 als Parallelprojekt zur frühen amerikanischen Stadtsoziologie eingestuft worden. Entspricht diese Einschätzung einer Einzelmeinung oder wurde sie von anderen Repräsentanten der Gründergeneration in Chicago geteilt? Die Autoren des Berichts sind diesen Fragen nachgegangen. Sie kommen zu dem Ergebnis, daß die Berliner Schriftenreihe von der Chicagoer Schule bereits im Jahr 1914, also noch vor Beginn ihrer eigenen Erhebungen, als ein großes zusammenhängendes Forschungsprogramm erkannt und in den Kanon der ernst zu nehmenden Fachliteratur aufgenommen worden ist. Daß dies am Entstehungsort und Schauplatz der Reihe nicht der Fall war, führen die Autoren auf denselben Grund zurück, der ihrer Ansicht nach auch für die späte Rezeption der Soziologie in Chicago durch die Soziologen in Deutschland verantwortlich ist: die Gleichsetzung von "Empirismus" mit "Amerikanismus" und "Theorielosigkeit", für die sich in zeitgenössischen Texten zahlreiche Beispiele finden lassen. Die Studie ist Teil einer längerfristig angelegten Untersuchung der WZB-Forschungsgruppe "Metropolenforschung", die auf die Rekonstruktion und Analyse der frühen Berliner Metropolenforschung ausgerichtet ist. difu
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56 S.
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Discussion papers; FS II 98-501