Auch dauerhaft urban? Empirische Untersuchung kurz- und langfristiger Wohnumfeldwünsche junger Erwachsener als Beitrag zur Reurbanisierungsdebatte.

Seyfarth, Erik/Osterhage, Frank/Scheiner, Joachim
Oekom
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Datum

2021

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Herausgeber

Oekom

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

München

Sprache

ISSN

0034-0111

ZDB-ID

506141-6

Standort

ZLB: Kws 150 ZB 6820

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Die Wanderungen und Wohnbedürfnisse junger Erwachsener spielen im Kontext der Reurbanisierungsdebatte eine bedeutende Rolle. Regelmäßig werden sie als eine Hauptträgergruppe der Reurbanisierung identifiziert, wobei Studierende für viele Städte von besonderer Bedeutung sind. Die Befunde beziehen sich allerdings im Wesentlichen auf die Generation Y („Millenials“, geboren etwa 1980 bis 2000). Über die nachfolgende Generation Z („Post-Millennials“) ist weniger bekannt. Eine Möglichkeit zum Verständnis der Dynamik und Richtung sich möglicherweise verändernder Wohnumfeldwünsche besteht darin, junge Erwachsene danach zu fragen, wie sie nach Beendigung der Ausbildung oder später wohnen möchten. Dazu wurden Studierende der Raumplanung an der TU Dortmund befragt. Zum Verständnis der Einflussfaktoren auf die Wohnumfeldwünsche wird ein multinomiales Logitmodell geschätzt. Als zentrale Ergebnisse zeigt sich erstens, dass nur sehr wenige Studierende langfristig urban wohnen möchten, während fast die Hälfte eher suburban-kleinstädtische Vorstellungen hat und mit 28 Prozent ein substanzieller Anteil geradezu antiurban eingestellt ist. Diese Präferenzen werden zweitens beeinflusst von den Wohnerfahrungen der Befragten in der Kindheit und Jugend, von intergenerationalen Effekten (Wohnumfeldwünsche und Mobilitätseinstellungen der Eltern), den eigenen Mobilitätseinstellungen und der realisierten Alltagsmobilität. Im Hinblick auf die künftige Raumentwicklung ergibt sich in der Konsequenz, dass Reurbanisierung keinesfalls als Selbstläufer angesehen werden kann.
The residential migrations and housing preferences of young adults play a significant role in the context of the reurbanization debate. They are regularly identified as a main contributor group to reurbanization. In this context, students are of particular importance for many cities. However, the findings mainly refer to Generation Y (born circa 1980-2000). Regarding the subsequent Generation Z (“post-millennials”), less is known. One way to understand the dynamics and direction of possible changing housing environment desires is to ask young adults about how they would like to live after completing their education or later. This paper analyses the housing aspirations of a sample of spatial planning students in Dortmund. To understand the factors influencing housing desires a multinomial logit model is estimated. The main results show, firstly, that only very few students want to live urban in the long term, while almost half have rather suburban and small town preferences. A substantial share (28 percent) is even anti-urban. Second, these preferences are determined by the respondents housing experiences in childhood and adolescence, by inter-generational effects (parents housing preferences and mobility attitudes), by individual mobility attitudes, and by realized everyday mobility. With regard to future spatial development, it can be concluded that reurbanization can by no means be regarded as a self-propelling process.

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Schlagwörter

Zeitschrift

Raumforschung und Raumordnung = Spatial research and planning

Ausgabe

5

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

453–469

Zitierform

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