Reparatur neugotischer Wohnhäuser in Hannover. Alltagsbaukunst des 19. Jahrhunderts aus Formziegeln als Teil der städtebaulichen Identität.

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Obwohl viele Wohnhäuser des Historismus im Allgemeinen und der Neugotik im Besonderen in ihrer Grundsubstanz erhalten geblieben sind, ist ihre identitätsstiftende Wirkung oft gestört. Zum Beispiel sind die Giebelaufbauten abgetragen, Dächer darüber gezogen oder das Giebelmauerwerk bzw. dessen Rest ist in Zinkblech eingeschlagen. Originale Bauteile sind, wo sie noch vorhanden sind, oftmals von Verwitterung bedroht. Bedingt durch einen planerischen Auftrag entstand beim Autor der Wunsch, Material für die Wiederherstellung der gotischen Backsteinhäuser zu sammeln und insbesondere für diejenigen Objekte zu systematisieren, die für das Stadtbild von hoher Bedeutung sind. Die neugotische Bauweise versprach wegen ihres überschaubaren Baukastens an Formsteinen verallgemeinerbare Gestaltungsaussagen und das Raster des Fugennetzes erlaubt es, ohne Detailmessungen proportionsgerechte Abbildungen herzustellen. Im ersten Teil der Studie wird gleichsam der Baukasten des Baumeisters für neugotische Backstein-Mietshäuser dargestellt und in die entsprechenden Elemente aufgegliedert. Die Typisierung dieser Elemente wird durch eine entsprechende Zusammenstellung von Einzelbeispielen und deren bildliche Zusammenstellung geleistet. Immer wieder erörtert der Autor auch die Ausformung bestimmter Elemente im Hinblick auf ihre konstruktive Funktion bzw. ihren praktischen Zweck. Dies führt gleichsam konstruktive und funktionale Leitplanken ein, die die sonst unendlich und willkürlich erscheinende Formenvielfalt der gotisierenden Backsteinbauweise begrenzen und nachvollziehbar machen. Viele ornamentale Details werden dadurch verständlich und auch in ihrer Ausformung determinierbarer. Durch die analysierende Zusammenstellung wird auch noch einmal untermauert, dass eine Rekonstruktion auch solcher ornamentalen Details nicht lediglich eine ästhetische Spielerei ist, sondern mit zum architektonischen Verständnis dieser Bauten beiträgt, da erst mit diesen Details die konstruktive, funktionale und ästhetische Logik offensichtlich wird.

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360 S.

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