Global Play im Ruhrgebiet. Die Erstellung handelsergänzender Dienstleistungen im Einzelhandel am Beispiel eines Urban Entertainment Centers und Innenstädten.

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Göttingen

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ZLB: 2005/1200

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DI
EDOC

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Abstract

Die Arbeit untersucht, wie sich die gesamtgesellschaftliche Entwicklung hin zu mehr Erlebnis- und Freizeitorientierung im deutschen Einzelhandel widerspiegelt. Sie beginnt mit einer Bestandsaufnahme der Einzelhandelslandschaft, am Beispiel der Betriebstypen "Factory-Outlet-Center" und "Online-Shopping" werden Konkurrenten des innerstädtischen Handels charakterisiert und dabei auftretende Probleme thematisiert. Der Betriebstyp "Urban Entertainment Center" (UEC) wird eingeführt und gegenüber traditionellen Shopping-Centern abgegrenzt. Daran anschließend wird der aktuelle Trend der Erlebnisorientierung, der das Einkaufsverhalten der Verbraucher beeinflusst, aus gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen abgeleitet. Die Erlebnisorientierung der Verbraucher generiert neue Bedürfnisse, denen in der Praxis des Einzelhandels auf unterschiedliche Art und Weise begegnet wird. Grundlegend ist dabei die Erstellung einer "Zusatzleistung", die dem Kunden über den Kauf der Ware hinaus (kostenlos) angeboten wird, die in der Regel nicht von einem Händler alleine finanziert und erstellt werden kann. In welcher Weise ein UEC und im Gegensatz dazu der innerstädtische Einzelhandel diese Hürde nimmt bzw. nehmen könnte, wird mit Hilfe der Transaktionskostentheorie und der Kollektivgütertheorie fundiert. Der Betriebstyp UEC, der sich gänzlich auf das Segment des erlebnisorientierten Einkaufes konzentriert, wird unter zwei Aspekten untersucht. Zum einen wird analysiert, welche verbraucherfreundlichen Dienstleistungen im UEC erstellt werden und zum anderen wird untersucht, in welchem institutionellen Arrangement (Kooperation versus Unternehmungsnetzwerk) diese verbraucherfreundlichen Dienstleistungen im Unternehmenscluster generiert werden. In einem weiteren Bearbeitungsschritt wird der traditionelle Innenstadthandel vertiefend untersucht. Anhand von sieben Ruhrgebietsstädten wird analysiert, inwieweit durch die Ansiedlung des UECs CentrO (in Oberhausen) Stadtmarketingaktivitäten in benachbarten Städten ausgelöst wurden und in welchen verschiedenen institutionellen Rahmen diese Aktivitäten verankert sind. Nach einer knappen Darstellung der bisherigen Strukturwandelanstrengungen wird die Frage beantwortet, inwiefern sich der global player UEC in diesem Fall als "vaterlandsloser Geselle" verhält oder inwiefern eine Einbindung in lokale Kooperationen bzw. regionale Netzwerke gelingt. goj/difu

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287 S.

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