Klimaanpassungskapazität der Regionalplanung. Ein Bewertungsansatz für politisch-administrative Systeme.

Winges, Maik
Metropolis
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Datum

2015

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Herausgeber

Metropolis

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Marburg

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ZLB: Kws 262/407

Dokumenttyp

Dokumenttyp (zusätzl.)

DI

Autor:innen

Zusammenfassung

Der sich weiter verstärkende Klimawandel erfordert neben dem Klimaschutz auch die Anpassung an die nicht mehr zu verhindernden Folgen. Aufgrund unterschiedlicher Auswirkungen verschiedener Klimawandelfolgen gibt es nicht den räumlichen Zuschnitt oder die politische Ebene, auf der die Anpassung stattfinden sollte. Es wird die regionale Ebene in den Vordergrund gerückt. Deren Vorzüge - problemnah und dennoch in der Lage, Grenzen von Gebietskörperschaften zu überwinden und somit allzu schnelle personelle und finanzielle Überforderung zu vermeiden - werden näher beleuchtet und kritisch gewürdigt. Der Fokus wird dabei auf die Regionalplanung als regionale Ebene der Raumplanung gelegt. Denn: Der Klimawandel bringt Herausforderungen für die Siedlungsstrukturen, die stark von der Raumplanung gesteuert werden. Die Raumplanung kann nicht zuletzt aufgrund ihrer Integrationsfunktion die Fähigkeit einer Region erhöhen, sich an diesen Wandel anzupassen. Das trägt auch einer weiteren Entwicklung Rechnung: Neben staatlichen Akteuren spielen Wirtschaft und Zivilgesellschaft eine entscheidende und wachsende Rolle bei der "Steuerung" - Stichwort Governance statt Government. Nicht nur deswegen ist die Kooperationsfähigkeit ein entscheidender Aspekt bei der Anpassung an den Klimawandel. In Bezug auf politisch administrative Systeme (PAS) bedeutet Anpassungskapazität, die Fähigkeit einen systematischen und kontinuierlichen Verbesserungsprozess umzusetzen. Die Arbeit setzt sich zunächst mit der Frage auseinander, welche Eigenschaften eines PAS dies ermöglichen oder be- und verhindern. Ausgehend davon steht die Frage nach der Bestimmung der Anpassungskapazität im Mittelpunkt. Als konkrete Methode wird das Adaptive Capacity Wheel (ACW) von Gupta et al. (2010) gewählt und erweitert, da es eine Vielzahl dieser Eigenschaften abdeckt und über Indikatoren erfassbar macht. Darüber hinaus erleichtert es die Ergebnisvermittlung über die grafische Darstellung. Insbesondere die Kommunikation mit Nichtwissenschaftlern wird dadurch erleichtert, was wiederum die Basis für darauf aufbauende transdisziplinäre Prozesse zur Lösungsentwicklung verbessert. Das ACW wird in zwei Fallstudien angewendet. Zum einen in der Metropolregion Bremen-Oldenburg, zum anderen in der Nelson Mandela Bay Municipality, Südafrika. Beide Fallstudien decken Küstenregionen mit urbanen und ländlichen Gebieten ab. Die sozio-ökonomischen Bedingungen sind indessen grundlegend verschieden, was den Vergleich besonders ergiebig macht. Für die Metropolregion Bremen-Oldenburg wird darüber hinaus eine sogenannte Innovationspotenzialanalyse als exemplarische Methodik zur Identifikation konkreter Anpassungsmaßnahmen vorgestellt. Sie untersucht mögliche neue Politikinstrumente neben vielen weiteren Aspekten auf Passfähigkeit und Reversibilität.

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Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

399 S.

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Serie/Report Nr.

Ökologie und Wirtschaftsförderung; 98

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