Entwicklungszwang und die Macht der Vergangenheit. Oder: Das Dorf ist auch nicht mehr das, was es noch nie war.
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BBR: Z 703
SEBI: Zs 2548-4
IRB: Z 885
SEBI: Zs 2548-4
IRB: Z 885
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Abstract
Dörfliches Leben besonders der Nachkriegszeit war und ist geprägt von dem, was gemeinhin "Strukturwandel" genannt wird. Dennoch haben Dörfer weitgehend noch ihre Bäuerlichkeit erhalten, auch wenn Bauern längst zur Minderheit geworden sind. Im Beitrag wird versucht nachzuzeichnen, welche Mechanismen diese Bäuerlichkeit, also die besondere Sozialform Dorf, aufrechterhalten und wie aus dieser Bedingung heraus Dörfer den Strukturwandel verarbeiten: Sie passen sich den veränderten Gegebenheiten nach "eigener Manier", "eigen-sinnig" an, nehmen Veränderungen als Normalität an, erfahren Wandel als soziale Regel: "Du mußt es nehmen, wie es kommt." Die Macht der Vergangenheit verhindert aktive Auseinandersetzung hiermit, verhindert Konflikte (wenngleich nicht individuelles Leiden), verändert Dörfer schleichend, aber nachhaltig. Das dörfliche System sozialer Kontrolle, einst Schutzmechanismus, wendet sich heute gegen das Dorf selbst. Damit verhindert das Sozialsystem Dorf seine aktive Entwicklung von innen heraus und Entwicklungszumutungen von außen beäugt es mißtrauisch, aber integriert sie widersprüchlich, "blind". -
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Keywords
Dorf, Strukturwandel, Sozialwandel, Sozialbeziehung, Sozialsystem, Bevölkerung/Gesellschaft, Sozialstruktur
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Informationen zur Raumentwicklung, Bonn, (1987), H.3, S.141-145, Lit.
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Dorf, Strukturwandel, Sozialwandel, Sozialbeziehung, Sozialsystem, Bevölkerung/Gesellschaft, Sozialstruktur