Toleranz im demokratischen Verfassungsstaat - Herausforderungen für Staat und Kirche. Vortrag anlässlich der Eröffnung des Sommersemsters 2002 Speyer, 16. Mai 2002.

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Speyer

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0931-8437

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ZLB: 2004/119

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Abstract

Der Vortrag geht zunächst den geschichtlichen Wurzeln des Toleranzbegriffs in der Geschichte des Christentums, insbesondere in den Aussagen verschiedener päpstlicher Enzykliken nach. Toleranz in der demokratischen Rechtsordnung hat ihren Ausgangspunkt und ihr Richtmaß in der Staatsverfassung. Der Verfasser behandelt hier die Aspekte des notwendigen Pluralismus, des Rechts auf Opposition, der Toleranz als Rechtspflicht und des Fehlens eines Wahrheitsmonopols in normativen Fragen. Weiter geht er auf die Grundrechtsdemokratie des Grundgesetzes - Menschenwürde, Grundrechte, die mittelbare Drittwirkung der Grundrechte im Privatrecht -, den Toleranzgehalt von Einzelgrundrechten, das Verhältnis von Staat und Kirchen, Toleranzfragen als Gewissensfragen (Beispiel: Gentechnologie/Euthanasie), die Grenzen der Toleranz und fällige Lernprozesse ein, vor denen die christlichen Kirchen heute stehen. goj/difu

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Speyerer Vorträge; 68