Transformationsforschung: Gewinne, Desiderate und Perspektiven.
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DE
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Berlin
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ZLB: 2001/3511-4
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Abstract
Die deutschen Sozialwissenschaften haben die einmalige Chance, den Systemwechsel und die Transformationsprozesse in Ostdeutschland zu analysieren, ergriffen und genutzt: Es liegen weit über 3.000 deutschsprachige Publikationen vor. Im Transformationsdiskurs werden zwei unterschiedliche Sichtweisen deutlich: Transformation als eher geschlossenes, zielgerichtet "machbares" Projekt nachholender Modernisierung bzw. Transformation als voraussetzungsvolle, prozessuale, eher offene, sich selbst organisierende Evolution. Bisher liegen nur wenig fundierte Gesamturteile vor, auch weil die Transformationsforschung als empirische Begleitforschung analytisch, aber wenig systematisierend und synthetisierend angelegt war. Die Defizite der Transformationsforschung können mit "verkürzter Perspektive", "isolierter Fallbehandlung" und "ausgebliebenem Theoriesprung" beschrieben werden. Der Autor plädiert für eine Wende in der transformationsorientierten Sozialforschung im Sinne einer inhaltlich-konzeptionellen und methodischen Umorientierung. Das heißt: statt kurzfristig, langfristig angelegte Forschung; statt unkoordinierte, thematisch und institutionell vernetzte Forschungen; statt nationalstaatlich begrenzte, international (nach Ost und West) vergleichende Forschungen; statt im Elfenbeinturm verharrende, sich in die gesellschaftliche Praxis kritisch einmischende Sozialforschung. Internationalisierung und Regionalisierung sind dabei zwei miteinander verbundene Entwicklungsperspektiven. difu
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44 S.
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Papers; P 97-001