Zwischen Korporatismus und Wettbewerb: Gesundheitspolitische Steuerung im Wandel.

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Berlin

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ZLB: 4-2002/3254

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Abstract

Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass sich seit Beginn der neunziger Jahre ein tiefgreifender Wandel in der politischen Steuerung des Gesundheitswesens vollzieht, der einen gesundheitspolitischen Paradigmenwechsel darstellt. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass die beteiligten Individualakteure (Kassen, niedergelassene Ärzte, Kranken-häuser, Versicherte bzw. Patienten) mit Hilfe einer Reihe von Instrumenten in ein umfassendes Anreizsystem integriert werden, das sie dazu veranlassen soll, sich auf der Basis ihrer eigenen finanziellen Interessen bei der Erbringung, bei der Finanzierung und in der konservativ-liberalen Variante auch bei der Inanspruchnahme von Leistungen am Ziel der Ausgaben- bzw. Mengenbegrenzung zu orientieren. Wichtige Instrumente dieses Wandels sind die Einführung bzw. der Ausbau des Wettbewerbs zwischen den Krankenkassen sowie die Einführung von Pauschalentgelten und Individualbudgets für die Leistungserbringer. Die Implementation derartiger Steuerungsinstrumente geht einerseits mit einer partiellen Rückführung korporatistischer Steuerungsformen einher, um die Individualakteure in die Lage zu versetzen, den veränderten Anreizen zu folgen; andererseits ist aber auch ein Fortbestand, ja sogar ein partieller Bedeutungszuwachs korporatistischer Steuerungsinstrumente zu beobachten, dem vor allem die Absicht des Gesetzgebers zugrunde liegt, die wahrgenommenen oder antizipierten Fehlanreize der neuen Steuerungsinstrumente zu vermeiden oder zu korrigieren. Vermutlich werden wettbewerbliche Steuerungsinstrumente in der Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen, allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass korporatistische Strukturen und Regelungsmechanismen dabei verschwinden werden. Vielmehr dürfte es bei den bevorstehenden Gesundheitsreformen darum gehen, die Beziehungen von wettbewerblichen und korporatistischen Steuerungsinstrumenten neu zu justieren. difu

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42 S.

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Papers; P 02-204