Ortsmomente in Stadt und Land. Sozialräumliches Alltagswissen im Kontext von Mobilität und Mediatisierung.

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Berlin

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In diesem Beitrag wird davon ausgegangen, dass es keinen öffentlichen Raum gibt, der für "alle" zu jeder Zeit sozial inklusiv wirkt. Denn soziale Gruppen, die die Mehrheitsgesellschaft als nicht dazugehörig ansieht, werden in öffentlichen Räumen ignoriert oder gar diskriminiert. Das bedeutet zwangsläufig, dass eine an demokratischen Grundrechten orientierte Politik Zugänge zu öffentlichen Räumen und Infrastrukturen ausbauen muss. Genauso wichtig ist es, Möglichkeiten zu schaffen, Alltagswissen über den positiven Umgang mit Diversität unabhängig von sozialen Positionen in Planungsprozesse einzubringen. Das Alltagswissen über öffentliche Räume und soziale Diversität verändert sich rasant durch (mehr) Mobilität und Mediatisierung - wodurch die Polarität zwischen einem alltäglichen Leben in der Stadt und auf dem Land verwischt. Darum spielen die Eigenschaften 'städtisch' oder 'ländlich' eine untergeordnete Rolle, wenn es um die (Förderung von) Wertschätzung von Diversität sowie Chance auf Inklusivität in öffentlichen Räumen geht. Es wird für eine Vorstellung von sozial und politisch konstruierter Maßstäblichkeit (scales ) plädiert, die sich an einem prozesshaften Verständnis von öffentlichen Räumen in Stadt und Land orientiert.

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17 S.

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böll.brief. Öffentliche Räume; 2