Stadt zu Fuß. Der aktuelle Stand der Walkability-Forschung und seine Implikationen für die Entwicklung der fußgängerInnenfreundlichen Stadt am Beispiel des Wiener Westbahnhofareals.
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Wien
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DI
EDOC
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Abstract
Walkability ist ein vieldiskutiertes Thema und wird in diversen Forschungsgebieten wie Stadtplanung, Verkehrsforschung, Gesundheitswesen, Immobilienwirtschaft, Psychologie, Soziologie und Geografie behandelt. Eine Vielzahl von Studien über alle Disziplinen hinweg haben einen deutlichen Zusammenhang zwischen der gebauten Umwelt und dem Mobilitätsverhalten der Menschen festgestellt. Die Wahl des Fortbewegungsmodus - in unserem Beispiel das Zufußgehen -, stehen in besonders intensivem Zusammenhang damit. Im ersten Teil der Arbeit wird erkundet wie eine fußgänger*innenfreundliche Stadt aussehen könnte, indem Ergebnisse von Studien zu Walkability über die Disziplinen hinweg miteinander in Bezug gesetzt werden. Die Forschungsergebnisse werden anhand der häufig genannten Einflüsse der gebauten Umwelt auf das Zufußgehen, den sogenannten D-Kenngrößen – Density, Diversity, Design, Distance to Transit und Destination Accessibility – organisiert. Das Gehen aus Verkehrsgründen und als Selbstzweck wird dabei ebenso behandelt wie die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Die aus der Analyse gewonnenen Entwurfsparameter werden im zweiten Teil der Arbeit auf einem konkreten Forschungsareal angewandt. Das ausgewählte Gebiet – das Westbahnhofareal in Wien – befindet sich unmittelbar außerhalb des Gürtels am Rand des Stadtzentrums. Der Westbahnhof war bis zur Eröffnung des Hauptbahnhofs im Jahr 2014 einer der bedeutendsten Bahnhöfe Wiens. Seither wurden die von dort ausgehenden Zugverbindungen drastisch reduziert und der größte Teil der Struktur wurde stillgelegt. Das Areal wurde ausgewählt, weil es alle notwendigen Voraussetzungen für die Entwicklung einer hohen Walkability erfüllt: Eine gewisse Größe, Lage unmittelbar im kompakt gewachsenen Stadtzentrum und gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Das Gebiet befindet sich aktuell unter Bausperre zum Zweck der Umwidmung, es besteht also eine reale Perspektive, dass das Areal in Zukunft für die Entwicklung eines Stadtviertels zur Verfügung stehen wird. Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, wie die heutige Stadt für Fußgänger*innen aussehen könnte. Dieser multidisziplinäre, forschungsbasierte Ansatz die begehbare Stadt zu entwerfen soll Schwachstellen und unterrepräsentierte Themen aufzeigen und hat das Potenzial die gängige Planungspraxis in der Stadtentwicklung in Frage zu stellen.
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