Wie sich türkischsprechende Migranten in Wien ihre Zukunft im Alter vorstellen.
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AT
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Wien
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Zusammenfassung
Die empirische Arbeit befasst sich mit der Frage, welche Vorstellungen türkischsprechende Migranten in Wien bezüglich ihres Alterns haben. Motiviert wird diese Fragestellung durch die Tatsache, dass die Anzahl älterer Migranten stetig steigt. Analysiert werden die Wünsche und Vorstellungen türkischsprechender Migranten vor dem Hintergrund der in Wien noch kaum vorhandenen interkulturellen Öffnung der Altenpflege. Das Ergebnis der auf der Grounded Theory basierenden qualitativen Analyse ist der mehrheitliche Wunsch nach einem kultursensiblen Altenheim in Wien seitens türkischsprechender Migranten als Alternative zum Altern in der Familie, wobei hauptsächlich eine Differenzierung zwischen Altenheim für Muslime und Altenheim für türkischstämmige Migranten zu beobachten war. Die Ablehnung österreichischer Altenheime ist durch das Fehlen kultursensibler Angebote begründet, wobei die Körperpflege, das Essen und die Sprache eine Hauptrolle spielen. Eine Minderheit besteht darauf, im Alter in der Familie gepflegt zu werden und lehnt jede Art von Altenheim ab. Auffallend ist die Haltung der Befragten der zweiten Generation, die fast ausschließlich angeben, die Eltern im Alter bei sich pflegen zu wollen. Diese traditionell anmutende Entscheidung ist teilweise religiös durch Achtung, Schuld und Verpflichtung motiviert, teilweise resultiert sie aus einem starken Schamgefühl gegenüber der Gesellschaft. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen die dringende Notwendigkeit einer interkulturellen Öffnung der Pflege in Wien auf.
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Seiten
177 S.