Zur Entwicklung der Geburtenhäufigkeit im geeinten Deutschland: vom propagierten Leitbild zum Pluralismus.
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DE
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Bonn
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0303-2493
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BBR: Z 703
ZLB: Zs 2548
IRB: Z 885
IFL: Z 73
ZLB: Zs 2548
IRB: Z 885
IFL: Z 73
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Abstract
Die Geburtenhäufigkeit in der ehemaligen DDR war bereits Anfang der 70er Jahre höher als im Bundesgebiet. Während in der DDR das Geburtenmuster relativ konstant blieb, wurden in der Bundesrepublik vornehmlich von den jungen Frauen wesentlich weniger Kinder geboren. Diese unterschiedliche Geburtenentwicklung war nicht zuletzt Ausdruck der unterschiedlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der verschiedenen Leitbilder der Familienpolitik. In der DDR wurde es als selbstverständlich angesehen, daß auch Mütter von Kleinkindern erwerbstätig sind. Entsprechende Maßnahmen zu Vereinbarkeit von Beruf bzw. Ausbildung und einer Mutterschaft wurden geschaffen. Nach der Vereinigung Deutschlands und der Übernahme bundesdeutscher Gesetze im Bereich der Frauen- und Familienpolitik sanken in den neuen Bundesländern drastisch die Geburtenziffern weit unter die in Westdeutschland. Dies ist nun teilweise auf die Besonderheiten der Umbruchsituation mit den ökonomischen Unsicherheiten über die künftige Entwicklung zurückzuführen, sie weisen darüber hinaus auf eine langfristig wirksame Veränderung des generativen Verhaltens hin. Auch wenn im Zuge einer wirtschaftlichen Erholung mit dem Aufbau neuer Arbeitsplätze und dem Anstieg der Haushaltseinkommen der Rückgang der Geburtenzahlen gestoppt werden dürfte, wird auch im Jahr 2000 vermutlich noch nicht das - relativ stabile - Geburtenniveau der Frauen in den alten Bundesländern erreicht werden. - (n.Verf.)
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Nr.9/10
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S.669-673