Anpassungserfordernisse des Naturschutzes und seiner Instrumente an den Klimawandel und dessen Folgewirkungen.
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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Datum
2008
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Herausgeber
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Bonn
Sprache
ISSN
0303-2493
ZDB-ID
Standort
ZLB: 4-Zs 2548
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Autor:innen
Zusammenfassung
Der Naturschutz wird von zwei grundsätzlich verschiedenen Strategierichtungen geprägt: dem bewahrend-konservierenden und dem dynamischen Natur- bzw. Prozessschutz. Am Beispiel des Arten- und Biotopschutzes wird gezeigt, dass beide Strategien im Kern auf klar definierte Schutzobjekte bzw. Schutzziele ausgerichtet sind, deren Erreichbarkeit vor dem Hintergrund des Klimawandels jedoch in Frage gestellt ist. Daher plädiert der Beitrag für ein bewahrend-dynamisches Naturschutzkonzept, in dem die Verantwortung für die Bewahrung bisheriger Naturelemente mit einer grundsätzlichen Offenheit für neue Naturentwicklungen verbunden wird. Darüber hinaus wird die Bedeutung betont, die dem Schutz der abiotischen Naturgüter sowie menschlicher Bedürfnisse im Naturschutz künftig verstärkt zukommt. Instrumentelle Änderungsnotwendigkeiten werden am Beispiel der Schutzgebiete, des Biotopverbunds und der Landschaftsplanung diskutiert. Diese haben insbesondere die Unsicherheit künftiger Entwicklungen zu berücksichtigen, die mit dem Klimawandel und seinen Folgewirkungen verbunden ist, so dass der Schutz bzw. die Wiederherstellung klar definierter Zielzustände vor der Aufgabe zurücktreten, optimale Anpassungskorridore für die Naturentwicklung an veränderte klimatische Bedingungen zu ermöglichen. Schutzgebiete werden damit zu "Anpassungsräumen an den Klimawandel". Der Biotopverbund sollte die Migration von Arten und Populationen in Regionen ermöglichen, die auch künftig als Lebensraum geeignet sind. Bezogen auf die Landschaftsplanung plädiert der Beitrag für die Entwicklung eines offenen, flexiblen Planungsansatzes, der in der Lage ist, neue Entwicklungen und Erkenntnisse aktiv aufzugreifen, ohne dadurch in planerische Beliebigkeit zu flüchten.
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Schlagwörter
Zeitschrift
Informationen zur Raumentwicklung
Ausgabe
Nr. 6/7
Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
S. 415-422