Städte und Gemeinden als Spiel-, Erlebnis- und Bewegungsraum. Niemand spielt mehr Klingelstreich.

Hänel, Anja
Alternative Kommunalpolitik
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Datum

2012

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Herausgeber

Alternative Kommunalpolitik

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Bielefeld

Sprache

ISSN

0941-9225

ZDB-ID

Standort

SEBI: 4-Zs 3327
IRB: Z 1674
BBR: Z 555

Dokumenttyp (zusätzl.)

Autor:innen

Zusammenfassung

Das Leben von Kindern und Jugendlichen spielt sich zunehmend in Innenräumen ab. Die Erfahrungen von Spiel, Austausch und Bewegung im Straßenraum und auf öffentlichen Plätzen gehen den Kindern und Jugendlichen dadurch verloren. Auch der Schulweg bietet Kindern keine Möglichkeit mehr zum Aufenthalt im öffentlichen Raum und zu Kontakten mit Freunden. Denn auf fast allen Wegen werden sie von Eltern oder Großeltern begleitet. Auf den begleiteten Wegen dominiert das Auto. Je nach Alter der Kinder werden zwischen 36 und 57 Prozent der Schulwege im Auto der Eltern zurückgelegt, obwohl die Kinder selbst lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad oder Roller zur Schule gehen würden. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerks und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) im Rahmen der Kampagne "Zu Fuß zur Schule". Doch die Wünsche der Kinder werden oft nicht wahrgenommen, weil aufgrund der häufig weiten Wege zur Schule oder zu den zunehmend institutionalisierten Freizeitaktivitäten die Angst der Eltern vor Verkehrsunfällen überwiegt. Doch die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehr wird oft nicht richtig eingeschätzt. So sind die Zahlen der im Straßenverkehr verunglückten Kinder unter 15 Jahren seit 1977 deutlich gesunken und obwohl Jugendliche ein höheres Unfallrisiko aufweisen, sank auch die Zahl der verunglückten 15- bis 17-Jährigen seit 1999. Gute Beispiele beweisen, dass sich die Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen deutlich verbessern lässt, wenn eine Kommune dieses Thema in den Fokus ihrer Verkehrspolitik und -planung rückt. Vor diesem Hintergrund werden in dem Beitrag verschiedene Maßnahmen wie Tempo 30 in Innenstädten, die Stadt umfassende Rad- und Fußwegeverbindungen und die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in die Verkehrsplanung vorgestellt. Diese und andere Anforderungen an eine kinder- und familienfreundliche Mobilität haben der Deutsche Familienverband (DFV) und der VCD in einem Positionspapier zusammengestellt, das Hinweise für die konkrete Umsetzung in einer Checkliste benennt.

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Schlagwörter

Zeitschrift

AKP. Fachzeitschrift für Alternative Kommunalpolitik

Ausgabe

Nr. 4

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 46-47

Zitierform

Freie Schlagworte

Stichwörter

Serie/Report Nr.