Einfluss der Patientenmobilität auf die Qualität der Gesundheitsversorgung.

Wichmann
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Wichmann

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Berlin

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EDOC

Abstract

Um die Ursachen von Versorgungsunterschieden im Hinblick auf deren Beeinflussbarkeit unterscheiden und beurteilen zu können, ist die Abgrenzung von relevanten Populationen' erforderlich. Hierzu wird in einem vom Zentralinstitut der Kassenärztlichen Versorgung (ZI) geförderten Forschungsprojekt nicht von der Anbieter-, sondern von der Nachfrageseite ausgegangen. Im vorliegenden Ansatz werden Populationen kassenärztlich versorgter Patienten über Merkmale ihrer eigenen Versorgungsmobilität charakterisiert, definiert und abgegrenzt. Versorgungsmobilität soll hier operationalisiert werden, indem der räumliche Kontext der Arztkontakte analysiert wird: die Zahl der Arztkontakte eines Patienten zu den jeweils besuchten Ärzten unter Berücksichtigung der Entfernung des Patientenwohnortes vom jeweiligen Praxisstandort. Daraus ergeben sich für den Patienten je Arztkontakt durchschnittlich zurückgelegte Personenkilometer sowie jährlich insgesamt zurückgelegte Personenkilometer durch die Inanspruchnahme von Versorgungsangeboten. Die so ermittelten Versorgungsmobilitätswerte lassen sich, nach Normierung mit der Arztdichte anhand demographischer Merkmale (Alter, Geschlecht) und Wohnorttypisierung stratifizieren, sowie zu Patientengruppen möglichst homogener Versorgungsmobilität aggregieren. Die praktische Anwendbarkeit der so ermittelten "relevanten Populationen" wird anhand ausgewählter Versorgungsindikatoren überprüft.

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S. 292-297

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