Ordinary Homeless Cities? Geographien der Obdach- und Wohnungslosigkeit in Rio de Janeiro und Hamburg.

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Das Phänomen der Obdach- und Wohnungslosigkeit (OL&WL) in Großstädten wird spätestens seit den 1990er Jahre versucht sozial- und stadtgeographisch unter dem Schlagwort "geographies of homelessness" zu fassen. Homeless cities werden als Ergebnisse komplexer Geographien der Obdach- und Wohnungslosigkeit verstanden und sind dabei viel mehr als nur Verortungen von Hilfsstrukturen, Ergebnisse "spezieller" Raumnutzungsstrategien oder Mechanismen sozialer Kontrolle in städtischen Räumen. Die Frage nach der Konstruktion von homeless cities durch verschiedenste Geographien der Obdach- und Wohnungslosigkeit eröffnet Möglichkeiten, aufzuzeigen, dass diverse homeless cities Bestandteil jeder Stadt sind bzw. sein können. Diese Diversität basiert auf individuellem (Alltags-)Wissen, Theorien und Praktiken obdach- und wohnungsloser Menschen, die eng verwoben sind mit den Prozessen, Politiken und Ordnungen einer Stadt: seien es Prozesse der Aufwertung durch eine "tourist city", Wohnraumpolitiken beeinflusst durch die "neoliberal city" oder gesellschaftliche Ordnungen einer "postcolonial city". Visuelle Ansätze bieten sich dabei an, Zugänge zu den homeless cities nicht nur zu eröffnen, sondern auch diverse Verschränkungen der Zusammenhänge im Alltag der Städte zu verdeutlichen und offenzulegen. Konzeptionell werden die Städte Hamburg und Rio de Janeiro als Fallstudien im Sinne einer postkolonialen Stadtforschung nach Jennifer Robinson in ihrer "Gewöhnlichkeit" theoretisierend als "ordinary cities" verstanden. Diese werden ausgehend von den visuellen Geographien einiger ihrer homeless cities betrachtet, um das interdependente Wirkungsgefüge von Geographien der Obdach- und Wohnungslosigkeit in Hamburg und Rio aufzuzeigen. Zentral für die Untersuchung der Zusammenhänge erwiesen sich die politics of control und politics of care. Historische und aktuelle Formen von Gewalt und Fürsorge sowie Diskriminierung und Solidarität spiegeln sich in diesen wider und legen Prozesse und Mechanismen der Normalisierung der urbanen Verhältnisse in ihrem Verhältnis zu Menschen in Situation der OL&WL offen. Der Fokus der Arbeit auf die visuell-mediale Verhandlung der Thematik der OL&WL stellt in beiden Kontexten heraus, wie visuelle Repräsentationen und Sehkonventionen eine wirkmächtige Rolle bei der Normalisierung gesellschaftlicher Machtverhältnisse einnehmen, indem diese Menschen als urbane "Andere" darstellen.

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336 S.

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