Bad Ems. Struktur- und Funktionswandel der Bäderstadt an der Unterlahn. Eine kulturgeographische Untersuchung.

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Koblenz

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ZLB: 99/38

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Abstract

Der Autor verfolgt einen kulturgeographischen Ansatz, um die Entwicklung des Kurverkehrs der Bäderstadt Bad Ems zu untersuchen, wobei anders als in fremdenverkehrs- bzw. sozialgeographischen Arbeiten physisch-geographischen Faktoren großes Gewicht beigemessen wird. So bilden der Dualismus in der Siedlungsentwicklung zwischen Dorf Ems und Bad und der Nachvollzug der baulichen und funktionalen Veränderungen Schwerpunkte der Arbeit. Mit Hilfe von Detaildarstellungen, Indizien, statistischen Angaben und Bildern wird der Versuch unternommen, den Wandel des Kurverkehrs in all seinen zeitspezifischen Varianten zwischen der Kur als gesellschaftlichem Ereignis für eine begüterte und privilegierte Ober- und gutbürgerliche Mittelschicht im ausgehenden 19. Jahrhundert und der Kur als gesundheitlicher Notwendigkeit für die Sozialkurgäste der heutigen Renten- und Versicherungsanstalten zu verdeutlichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer Struktur- und Standortanalyse des Beherbergungssektors und dem Funktionswandel hin zu den großen autarken Kliniken im Rahmen der "Klinifizierung". Mit eigenen durchgeführten Erhebungen werden die Zusammenhänge zwischen Kurbetrieben, Dienstleistungen und Gewerbeansiedlungen, die Veränderungen der Nachfrage- und Angebotsstruktur sowie deren räumliche und wirtschaftliche Auswirkungen untersucht. Zusammenfassend wird für Bad Ems herausgestellt, daß sich die für fast alle Bäder typische Monostruktur des Kurwesens zahlenmäßig in der Erwerbspersonenstruktur des tertiären Sektors nachweisen läßt. Es bestehen aber auch größere kurfremde Dienstleistungsanteile (Statistisches Landesamt) und ein wachsendes mittelständisches Gewerbe, so daß die Abhängigkeit vom Kurbetrieb längerfristig abgebaut werden wird. Ein Dauerkonflikt entsteht dadurch, daß Bad Ems nicht nur eine Kurstadt ist, sondern als zentraler Ort des Unterlahngebietes bzw. des Rhein-Lahn-Kreises den Verkehr anzieht und das administrative, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zentrum darstellt. goj/difu

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XVI, 329, XXVIII S.

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Koblenzer geographisches Kolloqium; Sonderh.