Landschaften und Identitäten in Zeiten offener Grenzen und fortgeschrittener Hybridisierung. Das Beispiel der Großregion.
Leibniz-Institut für Länderkunde
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Leibniz-Institut für Länderkunde
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DE
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Leipzig
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0943-7142
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ZLB: Kws 165 ZB 2033
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EDOC
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Abstract
Veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen durch Globalisierung, Individualisierung und auch Hybridisierungen führen auch zu veränderten Identitätskonstruktionen und veränderten Ansprüchen an (identitätsstiftende) Landschaften. Das Beispiel von Grenzregionen zeigt diesen Wandel sehr deutlich, weil hier kulturelle Vielfalt, Grenzöffnungen und Hybridisierungen längst Teil der alltäglichen Lebenswelt der Bewohner sind. Der Artikel diskutiert die veränderten Ansprüche an Landschaften und Identitäten in Zeiten offener Grenzen und fortgeschrittener Hybridisierungen am Beispiel der Grenzregion "Großregion" und fragt nach dem identitätsstiftenden Potenzial von Landschaften im Hinblick auf das Dilemma der Forderungen nach Bewahrung regionaler Identitäten und landschaftlicher Eigenheiten bei gleichzeitigem Wunsch nach der Schaffung von Anknüpfungs- und Identifikationsmöglichkeiten für eine zunehmend heterogene Gesellschaft. Ein Ausweg aus diesem Dilemma bietet die Verabschiedung von der Idee der einheitlichen Lesart von Landschaften und ein Zulassen von Widersprüchen und Mehrdeutigkeiten bei der individuellen Landschaftskonstruktion. (Landschaftliche) Symbole sollten daher möglichst bedeutungsoffen gestaltet werden und die Möglichkeit der individuellen symbolischen Aufladung bieten. Hierfür wird unter anderem empfohlen, subjektive Erlebnisse und Erfahrungssammeln zuzulassen und Partizipation bei der Planung zu ermöglichen. Für die Großregion bedeutet dies eine Abkehr von der Idee einer einzigen, national-staatsähnlichen Großregion-Identität und die Hinwendung zur Akzeptanz und Ermöglichung vieler postmoderner Subidentitäten, die die Bewohner der Großregion nicht zu ausschließenden Bekenntnissen regionaler Verortung zwingt.
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Europa regional
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Nr. 1
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S. 3-14