Aktuelle DDT- und Lindan-Konzentrationen in Wohnräumen nach intensivem Holzschutzmitteleinsatz auf Dachböden in der Vergangenheit.

Loading...
Thumbnail Image

Date

Journal Title

Journal ISSN

Volume Title

Publisher

item.page.orlis-pc

DE

item.page.orlis-pl

Berlin

item.page.language

item.page.issn

item.page.zdb

item.page.orlis-av

ZLB: 99/3822-4

item.page.type

item.page.type-orlis

Abstract

Bis 1988 wurden in der DDR DDT und Lindan als Wirkstoffe im Holzschutzmittel Hylotox 59 auf Dachböden und in Innenräumen eingesetzt. Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurde die Belastung der Raumluft mit diesen Wirkstoffkomponenten in Wohnungen und Dachböden in Mehr- und Einfamilienhäusern unterschiedlicher Bauart in Ost-Berlin und Umgebung untersucht, und weiter, ob ein intensiver Einsatz der Wirkstoffe in Dachböden zu einer Kontamination der Wohnungen direkt darunter oder in nachträglich ausgebauten Dachwohnungen führen kann. Die Messergebnisse zeigen, dass selbst lange zurückliegende Behandlungen der hölzernen Dachkonstruktion und anderer Holzteile zu deutlichen Konzentrationen an DDT und - in geringerem Maße - Lindan in der Luft der Dachböden führen können. Behandelte Dachböden weisen DDT- Luftkonzentrationen zum Teil deutlich über 1.500 ng/m³ auf, Lindan wurde auch bei durchaus hohem DDT-Wert nur in geringeren Konzentrationen nachgewiesen. In Dachwohnungen, deren Ausbau ein vollständiger Rückbau oder eine Verkleidung der behandelten Dachkonstruktion voranging, sind die Konzentrationen an DDT und Lindan jedoch weitgehend unauffällig. Auch in den Wohnungen direkt unter den behandelten Dachböden wurden in der Regel nur geringe Biozid-Konzentrationen nachgewiesen. Hinsichtlich der im sedimentierten Staub nachgewiesenen Gehalte an DDT liegen die Verhältnisse ähnlich wie für die Luftkonzentrationen. Eine Exposition der Wohnungsnutzer kann sowohl über die Innenraumluft als auch über den Hausstaub erfolgen. Für DDT ergeben sich, auch bei Berücksichtigung der bei den Untersuchungen ermittelten höchsten Belastungen, tägliche Aufnahmemengen, die die von der WHO festgesetzte akzeptable tägliche Aufnahmemenge (ADI-Wert) höchstens zu 10 % ausschöpfen. Die Bewertung der Lindan-Exposition führt zu ähnlichen Ergebnissen. goj/difu

Description

Keywords

Journal

item.page.issue

item.page.dc-source

item.page.pageinfo

72 S.

Citation

item.page.dc-subject

item.page.dc-relation-ispartofseries

Texte; 70/99