Technologischer Wandel und Ungleichheit. Endbericht.

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Wien

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Zusammenfassung

Fragen der ökonomischen Wirkungen des technischen Wandels sind in den letzten Jahren wieder sehr stark ins Zentrum der ökonomischen und politischen Diskussion gerückt. Dies gilt insbesondere für (wieder)aufgekommene Befürchtungen, dass der technologische Wandel zum einen die Arbeitskräftenachfrage dauerhaft reduzieren und so zu ("technologischer") Arbeitslosigkeit führen könnte; zum anderen aber auch zur zunehmenden Ungleichheit der Einkommen (personelle Einkommensverteilung) und der Verteilung zwischen Arbeits- und Kapitaleinkommen (funktionale Einkommensverteilung) beitragen könnte. Die Studie untersucht diese möglichen Auswirkungen der Digitalisierung. Nach einer Einleitung mit den zentralen Zielsetzungen und Fragestellungen der Arbeit sowie der Vorstellung des konzeptionellen Rahmens der Studie werden zunächst die für die dann folgenden Analysen relevanten Indikatoren Einkommensverteilung, Beschäftigung, Wissens-, Technologie- und Innovationsintensität sowie verschiedene industriebezogene Datenquellen dargestellt. Anschließend erfolgen eine deskriptive und eine ökonometrische Analyse sowie eine Fallstudie für die Stadt Wien. Zentraler Studienbefund ist, dass bisher keine umfassende Digitalisierungswelle in Österreich stattgefunden hat, der technologische Wandel eher eine stetige Entwicklung ist. Bedingt durch die Krise 2008/09 hat sich das Wachstum der Produktivität verlangsamt. Der Beschäftigungszuwachs der letzten Jahre ist vor allem auf den Anstieg von Teilzeitarbeit zurückzuführen. Es kam in der beobachteten Periode auch zu einem Anstieg der Ungleichheit. Dieser kann aber nicht eindeutig dem technologischen Wandel zugeschrieben werden, was für zukünftige Entwicklungen allerdings nicht gelten muss. Von Bedeutung ist daher für die StudienautorInnen, dass im Rahmen von Technologiefolgenabschätzungen jedenfalls Verteilungs- und Beschäftigungswirkungen berücksichtigt werden müssen.

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208 S.

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