Die Raumordnung und Landesplanung in Lettland.

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Die Autorin gibt einen kurz gefassten Überblick über die lettische Raumplanung. Dabei arbeitet sie wesentlichen Aspekte der aktuellen lettischen Raumplanung, ihres Werdegangs und ihrer künftigen Perspektiven heraus. Dies gilt zunächst für die raumstrukturellen Gegebenheiten als Grundlage und Herausforderung der räumlichen Planung mit der Metropole Riga und den ihr gegenüber bestehenden Disparitäten zu peripher gelegenen Räumen sowie für die 1991 eingetretene Situation, dass Lettland mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion in eine europäische Randlage geriet. Hier zeigt sich das Umkehrphänomen zur Entwicklung im westlichen Bereich, wie etwa in Bayern, wo zum gleichen Zeitpunkt bisher periphere Räume in Randlage mit Wegfall des Eisernen Vorhangs ihrer geographischen Lage entsprechend, wieder ins Zentrum gerückt wurden. Gleichermaßen geht die Verfasserin auf die spezifischen Charakteristika der lettischen Raumplanung ein, das Zurückgreifen sowohl auf das Planungssystem vor der Unabhängigkeit als auch die Erfahrungen bereits entwickelter demokratischer Staaten, die Bedeutung von Öffentlichkeitsbeteiligung und Nachhaltigkeit sowie die Verbindlichkeit und den Querschnittsbezug der Raumplanerischen Festlegungen. Inhaltlich verdienen vor allem das auch in Lettland verankerte Leitprinzip der wertgleichen Lebensbedingungen sowie strukturell der mehrstufige Aufbau der Planungsverwaltung Beachtung.

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Schriften zur Raumordnung und Landesplanung, 36