Unterbringung von Flüchtlingen in Deutschland. Hinweise für den Übergang von einer Erstversorgung zu nachhaltigen Lösungen. Position der Kommission nachhaltiges Bauen am Umweltbundesamt.

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Dessau-Roßlau

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Es gilt hinsichtlich der Schaffung von Wohnraum vor allem zwei Anforderungen gerecht zu werden: erstens sehr schnell Unterkünfte für die sofortige Unterbringung der eintreffenden Menschen zu schaffen. Dies kann in erster Linie in leerstehenden Bestandsimmobilien und in Form einer Zwischennutzung von geeigneten Nicht-Wohnbauten erfolgen. Zum Zweiten muss in den nächsten Jahren ein sehr hoher Bedarf an zusätzlichem kostengünstigem Wohnraum gedeckt werden. Dafür müssen dauerhaft geeignete Standorte gefunden werden, die die Integration befördern, die Auslastung der Infrastruktur verbessern und die stadträumlichen Qualitäten stärken. Für die Erfüllung der ersten Anforderung können provisorische temporäre Lösungen auf 2-4 Jahre ausreichend sein. Die dauerhaft zu erstellenden Gebäude müssen dagegen langfristig den Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Dazu zählen in städtebaulicher Hinsicht die Stärkung der Nutzungsmischung (kleinräumig wie auch stadträumlich) und der Vorrang der Innenentwicklung vor Standortentscheidungen für den planerischen Außenbereich im landschaftlich geprägten Freiraum. Was die Gebäude angeht, können sie in einer ersten Bau- und Nutzungsphase mit speziellen Qualitätsanforderungen errichtet und verwendet werden, die zu einer Reduzierung von Baukosten und Bauzeiten führen. Dabei ist jedoch zwischen Qualitätsanforderungen zu unterscheiden, die unverzichtbar und auch nicht oder nur schwer nachrüstbar sind und jenen, die eine Wohnqualität kaum einschränken und insbesondere später nachrüstbar sind. Angeregt wird insofern eine gründliche Diskussion zum Umgang mit einzelnen Qualitätsmerkmalen und Anforderungsniveaus der Standort-und Gebäudequalität. Jede Form einer pauschalen Absenkung dieser Niveaus produziert Probleme in der Zukunft und führt auch kurzfristig nicht zu befriedigenden Lösungen. Die KNBau beteiligt sich an dieser notwendigen Diskussion und unterbreitet in der Anlage erste Vorschläge.

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